Keine Mittel gegen den HGS-Express

Keine Mittel gegen den HGS-Express

Saarlouis. Vor der Saarlouiser Steinrauschhalle tobte der Orkan Xynthia. Drinnen, auf dem Spielfeld, tobte der Abstiegskampf. Zumindest für den TV Homburg, der das Derby in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bei der HG Saarlouis II mit 30:35 (12:18) klar verlor. Nie konnte das Team von Trainer Jörg Ecker dem spritzigeren Saar-Rivalen gefährlich werden

Saarlouis. Vor der Saarlouiser Steinrauschhalle tobte der Orkan Xynthia. Drinnen, auf dem Spielfeld, tobte der Abstiegskampf. Zumindest für den TV Homburg, der das Derby in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bei der HG Saarlouis II mit 30:35 (12:18) klar verlor. Nie konnte das Team von Trainer Jörg Ecker dem spritzigeren Saar-Rivalen gefährlich werden. Eine Siegchance vor 250 Zuschauern bestand nicht. Aber das hatte Ecker gegen den heimstarken Tabellenneunten auch nicht erwartet. Punkte gab es wieder keine, trotzdem war der Teamchef mit der Leistung zufrieden. "Die Jungs haben sich gut verkauft, aber das erwarte ich einfach. Auch gegen Teams, die weiter oben stehen", lautete Eckers Fazit. Kritik äußerte er am Auftritt in der ersten Halbzeit. Im Positionsspiel ebenbürtig, zeigte Homburg beim Umschalten von Angriff auf Abwehr Schwächen. Zu oft wurde die Truppe um Torjäger Fadil Jusufbegovic (7/6) von den pfeilschnellen Gegnern ausgekontert. Nach zwölf Minuten (3:9) ließ sich TVH-Torwart Dirk Lewing entnervt auswechseln. Sebastian Bieber kam aufs Feld und hatte mehr Glück. Trotzdem lag Homburg zur Pause mit 12:18 hinten und in Abschnitt zwei immer mit vier bis sieben Toren lange im Hintertreffen. "In der zweiten Halbzeit haben wir aber im Angriff länger gespielt, kamen oft heran, wurden dann aber von den Schiedsrichtern benachteiligt", ärgerte sich Jörg Ecker, der in der 43. Minute die Rote Karte sah.

Nach wiederholter Kritik an den Unparteiischen, musste der TVH-Trainer auf die Tribüne. Von seinem neuen Sitzplatz aus verfolgte er dann, wie TVH-Kreisläufer Mike White in der 52. Minute zum 32:28 einnetzte und der Vorletzte noch einmal Mut schöpfte. Allerdings nur kurz. Mit seinem Toren erstickte Tobias Stemmler alle Gäste-Hoffnungen im Keim. Die HGS II siegte auch dank ihres Top-Torjägers, der trotz Manndeckung elf Mal traf. "Der überragende Spieler in der Oberliga", zollte Ecker dem früheren Regionalliga-Torschützenkönig ein dickes Lob. Vielleicht fehlten Eckers Team ja die Tore des verletzten Spielmachers Christian Boscolo. Bei Saarlouis musste Strippenzieher Andreas Altmeyer ebenfalls verletzt pausieren. Ausreden wollte Jörg Ecker später nicht gelten lassen. Sein Team habe das hohe Tempo der Saarlouiser nicht mitgehen können, zeigte sich der Homburger als fairer Verlierer. Befragt zur misslichen Tabellensituation reagierte Ecker ungewohnt locker: "Wir spielen von Spiel zu Spiel und geben unser Bestes.

Torschützen des TVH: Kai Baab 7, Fadil Jusufbegovic 7/6, Mike White 6, Timo Riedinger 6, Sebastian Marx 2, Steffen Ecker 1, Philipp Daume 1.

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