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Keine Einigung im Vertragsstreit zwischen Balaz und SGH St. Ingbert

Keine Einigung im Vertragsstreit zwischen Balaz und SGH St. Ingbert

Saarbrücken. Der Streit zwischen Handballer Jakub Balaz (21) und seinem Verein, dem RPS-Ligisten SGH St. Ingbert, geht in die Verlängerung. Ergebnis des Termins gestern vor dem Zivilgericht in Saarbrücken: Beide Seiten sollen bis 11. Dezember mitteilen, ob und unter welchen Voraussetzungen sie eine gütliche Einigung für möglich halten

Saarbrücken. Der Streit zwischen Handballer Jakub Balaz (21) und seinem Verein, dem RPS-Ligisten SGH St. Ingbert, geht in die Verlängerung. Ergebnis des Termins gestern vor dem Zivilgericht in Saarbrücken: Beide Seiten sollen bis 11. Dezember mitteilen, ob und unter welchen Voraussetzungen sie eine gütliche Einigung für möglich halten.Der slowakische Junioren-Nationalspieler hält seinen Vierjahresvertrag, der bis 30. Juni 2010 läuft, für sittenwidrig - insbesondere wegen der vertraglich festgelegten Ablöse von 50000 Euro (Paragraf 138 BGB, sittenwidriges Rechtsgeschäft). Diese sei unverhältnismäßig hoch, argumentierte der Anwalt des wechselwilligen Spielers, Dietmar Comtesse. Die SGH sieht diese Summe angesichts der Investitionen in den und Vergünstigungen für den Spieler als gerechtfertigt an. Balaz absolviert derzeit beim Hauptsponsor der SGH, dem Autohaus Deckert, eine Ausbildung. Richterin Caroline Oldenburg, die bei der SGH eine "problematische Verwebung zwischen Verein und Sponsor" feststellte und an Balaz appellierte, seiner Vertragspflicht gerecht zu werden und wieder für die SGH zu spielen, sieht trotz verhärteter Fronten eine Einigungs-Chance. Hierzu müssten die Interessenten an Balaz ein konkretes Angebot vorlegen. Die HG Saarlouis hatte vor Wochen für einen sofortigen Wechsel 5000 Euro geboten, das ist der SGH zu wenig. kk/kai