„Kein Umbruch, sondern nur ein kleiner Schnitt“

SV Elversberg : „Kein Umbruch, sondern nur ein kleiner Schnitt“

Die SV Elversberg hat zwei Wunschkandidaten für die Trainer-Position. Kehl-Gomez soll bleiben, Biankadi und Oesterhelweg werden wohl gehen.

Tag zwei nach dem verpassten Aufstieg und Tag eins nach der Trennung von Trainer Michael Wiesinger - am Freitag begann quasi eine neue Ära beim Fußball-Regionalligisten SV Elversberg. "Wir haben zwei Wunschkandidaten als Trainer und werden zudem noch zwei Kandidaten aus den vielen Bewerbungen heraussuchen. Mit denen treffen wir uns in der kommenden Woche. Am Wochenende darauf wollen wir den neuen Trainer präsentieren", erklärt Roland Seitz, der Sportdirektor der SVE. "Mehr als 50 Trainer-Bewerbungen sind in den ersten 24 Stunden nach der Trennung von Wiesinger eingegangen.

"Das ist schon der Wahnsinn. Die ersten Bewerbungen kamen schon, als die Trennung noch gar nicht bekannt war", sagt Seitz. Gemeinsam mit dem neuen Trainer wird der Sportdirektor das Aufgebot für die kommende Saison fertig basteln: "Es wird keinen Umbruch geben, sondern nur ein kleiner Schnitt. 13 Spieler haben wir, sieben oder acht holen wir noch."

Defensivspieler Marco Kehl-Gomez hatte nur einen Vertrag für die 3. Liga. Die SVE möchte Kehl-Gomez allerdings halten. "Dann hätten wir eine starke Innenverteidigung komplett. Dazu brauchen wir einen neuen Torhüter (Daniel Batz wechselt zum 1. FC Saarbrücken), einen Zehner, einen Linksverteidiger neben Thomas Birk und Spieler für die Außenbahnen", plant Seitz.

Maximilian Oesterhelweg und Merveille Biankadi werden den Verein sehr wahrscheinlich verlassen. Die Zukunft der beiden Leihspieler Niko Dobros und Simon Handle ist noch offen. "Bei beiden spielt auch eine Rolle, wer neuer Trainer wird", erklärt Seitz.

Ob der zur Winterpause suspendierte Milan Ivana (Vertrag bis 2018) eine neue Chance erhält, ist fraglich. "Beide Seiten wollen eigentlich die Vertragsauflösung zum 30. Juni. Hier geht es nur noch ums Geld", berichtet der SVE-Sportdirektor, der sich sicher ist, wieder eine Truppe zusammenstellen zu können, die um den Aufstieg mitspielen kann.

Am Wochenende vom 23. bis zum 25. Juni soll die Vorbereitung auf die neue Saison beginnen - mit neuem Trainer und vielleicht schon mit neuen Spielern. "Der Trainer hat jetzt mal Priorität. Es muss vor allem menschlich passen", sagt Seitz. Ob der ehemalige Aufstiegs-trainer Jens Kiefer in den Planungen eine Rolle spielt, wollte Seitz nicht kommentieren.

Der Vertrag von Co-Trainer Stefan Reisinger läuft ebenfalls aus. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der neue Trainer auch einen Co-Trainer mitbringt. Torwart-Trainer Sascha Purket hat dagegen noch einen Vertrag bis 2018.