Kein guter Tag für die Deutschen

Kein guter Tag für die Deutschen

Für Tennis-Profi Benjamin Becker (Orscholz) ist das Abenteuer Wimbledon bereits nach der zweiten Runde beendet. Der 33-Jährige unterlag gestern dem Ukrainer Alexander Dolgopolow mit 7:6 (7:4), 6:7 (0:7), 3:6 und 4:6 – und muss damit weiter auf seinen ersten Drittrunden-Einzug bei dem Rasen-Klassiker warten.

Nach dem knapp gewonnen ersten Satz musste sich Becker mehrfach behandeln lassen. Im zweiten Durchgang ließ sich der Deutsche den Oberschenkel sogar bandagieren - und konnte anschließend nur gehandicapt weiterspielen. Zwar rettete sich der Routinier erneut in den Tiebreak, holte darin aber keinen Punkt mehr. Danach gewann Dolgopolow auch die beiden folgenden Sätze.

Generell war es kein guter Tag für die deutschen Tennisprofis: Drei Spieler gingen auf die Plätze, drei verließen sie als Verlierer. Auch das Wimbledon-Märchen des Frankfurter Rasen-Frischlings Tim Pütz fand keine Fortsetzung. Trotz bester Chancen scheiterte der Qualifikant, der vor dem Turnier im Londoner Südwesten erst ein Match auf Rasen absolviert hatte, am italienischen Weltranglisten-15. Fabio Fognini mit 6:2, 4:6, 6:7 (6:8) und 3:6. Dabei hatte der 26-Jährige, selbst nur die Nummer 251 im Ranking, im Tiebreak des dritten Durchgangs bereits mit 4:0 geführt und beim Stand von 6:4 sogar zwei Satzbälle. In diesem entscheidenden Moment machte sich jedoch erstmals Pütz' fehlende Erfahrung bemerkbar. "Das war wie ein Stich ins Herz", sagte der Jungprofi enttäuscht: "Es war sehr demoralisierend." Zu viele Vorwürfe machte sich Pütz jedoch nicht: "Vielleicht musste ich einfach Lehrgeld zahlen. Ich war noch nie in einer solchen Situation, er schon 100 Mal."

Mona Barthel (Neumünster) wurde mit 2:6, 0:6 von der früheren Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova abgefertigt.

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