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Kein Formel-1-Rennen in diesem Jahr in Deutschland

Nürburg. Die Hoffnungen auf ein Formel-1-Rennen in diesem Jahr in Deutschland sind auf den Nullpunkt gesunken. Der Nürburgring , im Terminkalender der Königsklasse Ausrichter des für den 19. Juli geplanten Großen Preises von Deutschland, verkündete gestern seinen Rückzug. sid

"Aus zeitlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen" würde es zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn mehr machen, das Rennen auszutragen, teilte Sprecher Pietro Nuvoloni mit.

Der Hockenheimring war seit Wochen als Alternative im Gespräch. Am vergangenen Dienstag hatte jedoch dessen Geschäftsführer Georg Seiler erklärt, dass er nicht mehr an die Ausrichtung glaube: "Ich rechne nicht mehr damit, dass der Grand Prix in diesem Jahr auf dem Hockenheimring stattfindet. Die Frist ist eigentlich abgelaufen."

Der Nürburgring hatte laut Nuvoloni dem Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ein "sehr detailliertes und nachgebessertes" Angebot unterbreitet und darin die Bereitschaft unterstrichen, einen möglichen überschaubaren finanziellen Verlust zu tragen. Weil bis dato keine Einigung erzielt werden konnte, hat der Nürburgring von sich aus nun "das Zeitfenster geschlossen". "Wir bedauern das sehr", erklärte Nuvoloni.

Sollte nicht in letzter Sekunde ein Umdenken einsetzen, wäre es das erste Mal seit 1960, dass kein Grand- Prix in Deutschland stattfindet. Sollte das Rennen tatsächlich ausfallen, würde es laut Ecclestone keinen Ersatz geben. Die Saison würde damit noch 19 WM-Läufe umfassen.