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Kegeln: Das Titelrennen wird in Oberthal entschieden

Kegeln : Titelrennen wird in Oberthal entschieden

Spannender könnte die Ausgangslage kaum sein: Vor dem letzten Spieltag der Endrunde in der Kegel-Bundesliga am Samstag in Oberthal liegen die gastgebenden KF Oberthal und Verfolger SK Heiligenhaus punktgleich an der Spitze.

Das wird ein echter Showdown um den Titel! An diesem Samstag ab 12 Uhr steigt im Oberthaler Kegelsportzentrum der letzte Spieltag der Meisterschafts-Endrunde (Play-offs) der Bundesliga. Vor der Begegnung liegen die gastgebenden KFO und der SK Heiligenhaus mit jeweils zwölf Zählern punktgleich an der Tabellenspitze.

Heiligenhaus steht aktuell wegen der um 18 Punkte besseren Einzelwertungs-Bilanz auf Rang eins und hat damit rein von der Papierform die leicht besseren Karten. Allerdings hat Oberthal dem Heimvorteil im Rücken – und der ist im Kegeln ein deutlich größerer als in anderen Sportarten. „Unsere Ausgangssituation ist gut, zumal wir zu Hause eine Macht sind“, sagt Oberthals Markus Gebauer. „Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, dann sollten wir am Samstag unseren Titel verteidigen können.“ Sollte dies gelingen, wäre Oberthal zum insgesamt 22. Mal deutscher Meister.

Die gute Ausgangsbasis im Titelrennen eroberte sich Oberthal am Doppelspieltag der Play-offs am Wochenende. Dabei hatte es für den Titelverteidiger noch eher mäßig begonnen. Am Samstag landete der Rekordmeister auf der Anlage der SG Düsseldorfer Kegler mit 5393 Holz nur auf dem vorletzten Platz. Konkurrent Heiligenhaus kam mit 5402 Holz haarscharf vor die Nordsaarländer. Es siegte Gastgeber Düsseldorf (5518 Holz), Die SK Münstermaifeld wurden mit 5099 Holz Letzter.

Am Sonntag schnappte sich Oberthal aber in Heiligenhaus mit 5144 Holz den wichtigen zweiten Platz hinter den klar dominierenden Gastgebern (5420). Die KFO erreichten deutlich mehr Holz als Düsseldorf (5071) und Münstermaifeld (4878). Dabei überzeugten vor allem Jürgen Wagner und Holger Mayer. Beide hatten am Ende starke 892 Holz auf der Anzeigetafel stehen. Mehr gelangen keinem Spieler eines Gastteams an diesem Tag.

„Insgesamt können wir mit den bislang erreichten Ergebnissen in der Meisterrunde recht zufrieden sein, wenn es auch hätte ein klein wenig besser laufen können“, findet Gebauer – vor allem mit Blick auf die Partie in Düsseldorf.

Die Oberthaler Bundesliga-Frauen standen bereits vor ihrem letzten Play-off-Spieltag am Samstag bei Preußen Lünen als alter und neuer deutscher Meister fest (wir berichteten). In Nordrhein-Westfalen konnten die Oberthalerinnen deshalb entspannt auf die Bahn gehen – und nach den letzten Würfen die Goldmedaillen für den siebten Titelgewinn in Folge in Empfang nehmen. Oberthal beendete den Spieltag mit 4688 Holz auf Rang drei. Es siegten die Gastgeberinnen mit 4796 Holz vor dem RSV Samo Remscheid (4713). Der KSC Dilsburg (4582) wurde Letzter.