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Kaum da, schon Publikumsliebling

Kaum da, schon Publikumsliebling

Weltmeister Lukas Podolski hat bei Inter Mailand ein starkes Debüt gefeiert und sich bereits in die Herzen der Fans gespielt. Seine Einwechselung trug gegen Juventus Turin maßgeblich zum Punktgewinn bei.

Lukas Podolski genoss den Abend in vollen Zügen. Als der Weltmeister nach dem Abpfiff mit seinen neuen Teamkollegen in die Kurve der zufriedenen Inter-Fans lief, wurde er mit lautem Applaus und Sprechchören gefeiert. Zuvor hatte der 29-Jährige bei seinem Debüt im Trikot von Inter Mailand als Joker maßgeblich dazu beigetragen, dass die Nerazzurri bei Tabellenführer Juventus Turin ein beachtliches 1:1 (0:1) erzielt hatten.

"Kann sehr viel geben"

Balsam für die zuletzt geschundene Seele des im vergangenen halben Jahr beim FC Arsenal zum Bankdrücker mutierten Podolski gab es auch von seinem neuen Trainer Roberto Mancini. "Er hat sich schon sehr gut eingefügt, er kann der Mannschaft sehr viel geben", lobte der 50-Jährige den 121-maligen deutschen Nationalspieler nach dessen Einsatz, der 36 Minuten dauerte.

Mancini hatte Podolski in der 54. Minute für den Ex-Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic eingewechselt und damit deutlich mehr Schwung in sein Team gebracht, das in der fünften Minute durch Carlos Tevez in Rückstand geraten war. Mit Podolski auf der linken Außenbahn gelang Inter der Ausgleich durch Mauro Icardi (64.). In der 81. Minute verpasste Icardi nach einem tollen Zuspiel des früheren Münchner und Kölner Bundesligaprofis den möglichen Siegtreffer.

Dass Inter mit Podolski noch einmal die internationalen Plätze angreifen kann, halten selbst die italienischen Medien wieder für möglich. "Mit Podolski auf der linken Seite treten die Schwarz-Blauen viel mutiger auf. Podolski zeigt auf dem Spielfeld seine Persönlichkeit und hilft Inter, in feindlichem Gebiet Boden zu erobern", analysierte die Gazzetta dello Sport, "für die Interisti ist er schon jetzt ein Idol." Der Corriere dello Sport konstatierte: "Podolski unterstrich seine starke Persönlichkeit", während Corriere della Sera schrieb: "Nach Podolskis Einwechslung begann Inter endlich zu wachsen."

Zum Thema:

Am RandeLukas Podolskis neuer Klub Inter Mailand hat sein Angebot für Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München angeblich erhöht. Die italienische Tageszeitung La Repubblica berichtet, dass Inter nun drei statt vorher zwei Millionen Euro für eine Ausleihe des Schweizer Nationalspielers bietet. Im Juni soll Shaqiri, der als Wunschspieler von Trainer Roberto Mancini gilt, dann fest verpflichtet werden. Inters Sportdirektor Piero Ausilio soll in diesen Tagen nach München reisen, um mit dem Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge über einen Transfer zu verhandeln. Der 23-jährige Shaqiri besitzt in München noch einen Vertrag bis Juni 2016, wurde von Trainer Pep Guardiola aber zuletzt nur selten eingesetzt. sid