Kartellamt fordert von DFL Bundesligafußball im freien Fernsehen

Hannover. Das Finanzierungsmodell der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist unter Druck geraten. Das Bundeskartellamt drängt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" darauf, dass auch in Zukunft Bundesliga-Spiele zeitnah nach dem Abpfiff im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein werden

Hannover. Das Finanzierungsmodell der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist unter Druck geraten. Das Bundeskartellamt drängt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" darauf, dass auch in Zukunft Bundesliga-Spiele zeitnah nach dem Abpfiff im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein werden. Dies sei Bedingung für die Zustimmung zur Zentralvermarktung, wichtigster Bestandteil des TV-Vertrages der DFL mit der Kirch-Tochter Sirius. Die Wettbewerbshüter prüfen seit mehreren Monaten den Sechs-Jahres-Vertrag mit einem Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro. Die DFL äußerte sich kritisch zu dem ersten Zwischenstand, den die Behörde den Beteiligten mitgeteilt hat. Für den Dachverband wird damit die ARD-Sportschau bei den anstehenden TV-Verhandlungen unterstützt. "Nach meiner Auffassung kann das Bundeskartellamt der Liga und ihren Partnern weder Sendezeiten noch Preisgestaltung diktieren, um es mal überspitzt zu formulieren. Damit würde ein gewachsenes System mit einer verhältnismäßig ausgeglichenen Liga, umfangreicher Free-TV-Präsenz und günstigen Eintrittspreisen in den Grundfesten erschüttert", erklärte Liga-Vizepräsident Peter Peters. In dem Kartellamts-Schreiben wird die Bundesliga-Zusammenfassung vor 20 Uhr im Free TV als notwendig für das "Ja" zur Zentralvermarktung genannt. Alle 36 Clubs der Bundes- und Zweiten Liga haben bisher ihre TV-Rechte gemeinsam verkauft. Für das Bonner Amt sei die Zentralvermarktung nur dann hinnehmbar, wenn die Allgemeinheit davon einen Nutzen habe. dpa

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