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Kapllani sichert den perfekten Start

Strahlemann: Stürmer Edmond Kapllani trifft zum Sieg für die SV Elversberg. Foto: Schlichter
Strahlemann: Stürmer Edmond Kapllani trifft zum Sieg für die SV Elversberg. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Trier. Fußball-Regionalligist SV Elversberg ist mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Beim 1:0 in Trier spielte die SVE nach der Halbzeit druckvoller. Das Siegtor war dabei exemplarisch für die Stärke der Mannschaft. Heiko Lehmann

"Also vor fünf Jahren hätte das noch eleganter ausgesehen, aber ich bin ja nicht mehr der Jüngste", sagte Edmond Kapplani am Samstag nach dem 1:0-Sieg bei Eintracht Trier . Vor 2128 Zuschauern im Moselstadion schoss der 34-jährige Rekordtorschütze der 2. Bundesliga die SV Elversberg zum perfekten Saisonstart in der Regionalliga Südwest. Aus acht Metern traf Kapllani im Rückwärts-Fallen mit dem Außenrist halbhoch genau neben den Pfosten - Gegenspieler Michael Dingels und Torhüter Adrian Schneider waren chancenlos.


"Es war heute ein hartes Stück Arbeit für uns, aber wir haben das Spiel verdient gewonnen", sagte Kapplani. Der 1:0-Siegtreffer aus der 59. Minute beschreibt die Stärke der neuen SVE wohl am besten. Über 13 Stationen (teilweise direkt) lief der Ball durch die eigenen Reihen, ohne dass die Trierer eine Chance hatten, an den Ball zu kommen. Der erste Angriffsversuch verpuffte aufgrund mangelnder Anspielmöglichkeiten und Räume, und so wurde der Ball wieder in die Abwehr zurückgespielt. Und dann ging es ganz flott: Die Ideengeber Steffen Bohl und Markus Obernosterer spielten die entscheidenden Pässe. Maximilian Oesterhelweg flitzte über die linke Außenbahn und flankte zum mitgelaufenen Bohl. Der 32-Jährige spielte die Kugel blind und per Fallrückzieher zu Kapllani, und der Albaner knipste.

Nach dem Abschlusstraining am Freitag hatte SVE-Kapitän Thomas Birk noch gesagt: "Wenn wir das abrufen, was wir draufhaben, dann holen wir die drei Punkte mit." Nach dem Sieg sagte er: "Beim 1:0 haben wir sehr viel abgerufen. Insgesamt war es ein sehr ordentlicher Auftakt." Ein Auftakt, der vor allem in der ersten Halbzeit viel von sicherem Mittelfeldgeplänkel hatte.



Auf der Tribüne saß Ex-SVE-Sportdirektor Alfred Kaminski, der mittlerweile die Stuttgarter Kickers trainiert, der nächste Gegner der SVE am kommenden Samstag. Zur Halbzeit brauchte sich Kaminski keine großen Sorgen zu machen. Aber danach. Die SVE spielte in den zweiten 45 Minuten druckvoller und machte auch den deutlich fitteren Eindruck. Zwar hatte Trier auch Torchancen, doch alle resultierten aus Fehlern der SVE. Sebastian Szimayer schoss drüber (50.), Rico Gladrow scheiterte aus 16 Metern an Torhüter Daniel Batz (68.). "Wenn du zum Auftakt in Trier gewinnst, hast du einen guten Job gemacht", sagte SVE-Trainer Michael Wiesinger .