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Kanada-Casting mit Hindernissen

Vale do Lobo. Drei Monate vor der WM in Kanada ist der hochkarätig besetzte Algarve Cup ein echter Prüfstein für die deutschen Fußballerinnen. Doch Bundestrainerin Silvia Neid muss beim Kandidaten-Casting wieder einmal improvisieren. sid

Den nahe gelegenen malerischen "Ocean Golf Course" wird die passionierte Golferin Silvia Neid in den nächsten Tagen wohl nur aus der Ferne betrachten können. Auch im portugiesischen Urlaubsparadies liegt der Fokus der Fußball-Bundestrainerin knapp drei Monate vor der Weltmeisterschaft in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) voll und ganz auf der Mission "Dritter Stern".

"Der Algarve Cup ist grundsätzlich ein wichtiges Turnier, hat in diesem Jahr aber eine ganz besondere Bedeutung aufgrund unserer kurzen WM-Vorbereitung. Wir wollen hier wichtige Erkenntnisse sammeln und konzentriert arbeiten", kündigt Neid vor dem hochkarätig besetzten Wettbewerb an - auch wenn seit der Ankunft am Montag in der noblen Hotel-Anlage Ria Park in Vale do Lobo durchaus Urlaubsgefühle aufkommen könnten. Doch die 22. Auflage des Turniers mit vier Spielen binnen acht Tagen ist für den zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameister ein "wichtiger Baustein" auf dem Weg nach Kanada .

Der dreimalige Turniersieger und Titelverteidiger, bei dem Torjägerin Celia Sasic vor dem 100. Länderspiel steht, trifft in Gruppe B gleich auf zwei WM-Mitfavoriten. Zum Auftakt heute (17 Uhr/Eurosport) kommt es zum Klassiker gegen Schweden, am Montag (17 Uhr) ist dann Brasilien um Superstar Marta letzter Gruppengegner. Dazwischen steht das Duell mit China am Freitag (14 Uhr) auf dem Programm, die Platzierungsspiele werden am 11. März ausgetragen.

Auch die Kanada-Teilnehmer USA, Norwegen, Japan, Frankreich und die Schweiz arbeiten bei der Mini-WM an Portugals Südküste am Feinschliff für den Sommer. Auf hohem Niveau geht somit das WM-Casting in die heiße Phase. "Für unsere Spielerinnen ist es extrem wichtig, sich dort zu zeigen", sagte Nationalmannschaftsmanagerin Doris Fitschen. Denn anschließend bleiben den Kandidaten nur noch zwei Lehrgänge, bevor sich die Mannschaft am 31. Mai auf den Weg nach Kanada macht.

Ob Weltfußballerin Nadine Keßler, Saskia Bartusiak und Lena Lotzen mit an Bord sein werden, ist derzeit offen. Die Leistungsträgerinnen sind seit langer Zeit verletzt. Und das Pech bleibt dem DFB-Team treu: Josephine Henning, Bianca Schmidt, Pauline Bremer und Melanie Behringer mussten kurzfristig für Portugal absagen. Margarita Gidion, Tabea Kemme, Lena Petermann und die erstmals nominierte Anna Blässe rückten nach. Neid muss also ähnlich wie vor dem EM-Triumph 2013 in Schweden, als nach und nach ein halbes Dutzend etablierter Spielerinnen ausfiel, improvisieren.