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Kaltenstein-Crosslauf: So viele Teilnehmer wie noch nie in Lebach am Start

Laufen : Hochbetrieb am Kaltenstein

Crosslauf der LTF Theeltal verbucht mit mehr als 200 Startern eine Rekordbeteiligung. Neben Schweiß floss bisweilen auch Blut.

Gespannt stehen sie an der Startlinie, gehen in Position und legen die Finger auf die Fitnessuhren. Bereit, im nächsten Moment die Aufzeichnung und den Lauf zu starten. Und dann geht es los. Als das Startkommando erschallt, geht es ab in den Wald hinein. Über Stock und Stein laufen die Sportler beim14. Kaltenstein-Crosslauf in Lebach, überwinden Gräben und umgefallene Baumstämme und versuchen, auf dem feuchten Waldboden nicht auszurutschen. Das ist an diesem kalten, feuchten Nebeltag nicht leicht.

Der Kaltenstein-Crosslauf der LTF Theeltal fordert von den knapp 210 Teilnehmern – so viele wie noch nie – alles ab: bergauf und bergab. „Ich bin keine Bergab-Läuferin“, gesteht Martina Schumacher nach ihrem Sieg bei den Frauen über die 4800 Meter lange Strecke. „Ich bin klein, deswegen gebe ich den Berg hoch Vollgas“, erzählt sie. Den Abstieg gehe sie „dezenter“ an.

Der erfahrenen Cross-Läuferin ist es wichtig, „gut und sicher“ runter zu kommen, die Strecke kenne sie aber. „Sie ist sehr schön und kurzweilig“, findet Schumacher, die auch die Streckenänderung in diesem Jahr begrüßt. Die Piste am Fuß des Hoxbergs wurde bei dieser Auflage so angepasst, dass die Läufer öfter an den Zuschauern vorbeikommen – die sie mächtig anfeuern. „Das motiviert“, erzählt die Ensdorferin.

Ins Matschloch fiel Silke Schirra, sie kam als Dritte ins Ziel der Mittelstrecke, inklusive zahlreicher Schlammflecken auf der Kleidung. „Aufrappeln und weitermachen“, lautet ihre Devise, für sie war der Lauf heute eine Premiere: „Ich laufe sonst nur auf der Straße.“ Die Schwierigkeit beim Crosslauf? „Man muss aufpassen, wo man hintritt. Reaktion und Geschicklichkeit sind enorm wichtig“, erklärt Natascha Hartl aus Kaiserslautern, die Zweite wird.

Das findet auch die erste Vorsitzende des Ausrichter-Vereins LTF Theeltal: „Es geht für die Sportler querfeldein – da sind Gräben dazwischen, und der Waldboden ist rutschig“, erzählt Ruth Lauermann. Von schlechtem Wetter lasse sich niemand aufhalten. Auch nicht der Veranstalter. „Bislang fand er immer statt. Bei Eis und Schnee hatten wir die kritischen Stellen mit Schotter abgedeckt“, berichtet Lauermann.

Als Sieger der Mittelstrecke der Männer (6000 Meter) läuft Matthias Lauer ins Ziel ein: „Ich bin eigentlich Mountainbiker“, erzählt er. Zum ersten Mal habe er bei einem Crosslauf mitgemacht, und das gleich mit vollem Körpereinsatz: „Ich bin an einem Strauch hängen geblieben“, erzählt er, während ihm Blut am Bein runterläuft. Mit seiner Leistung ist er zufrieden: „Ich habe noch nie einen Lauf gewonnen – bis jetzt.“