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Kaiserslautern hofft auf Hilfe aus England und Bayern

Kaiserslautern hofft auf Hilfe aus England und Bayern

Kaiserslautern. 5:0. Es war nur ein Spiel in der Fußball-Bundesliga, mitten in der Saison. Aber es war ein 5:0 gegen eine Mannschaft, die sich vor dieser Spielzeit angeschickt hatte, um den Titel zu spielen. Jetzt, ein halbes Jahr später, fährt der 1. FC Kaiserslautern nach Gelsenkirchen. Und dieses 5:0 im Hinspiel gegen den FC Schalke 04 wirkt wie aus einer anderen Zeit

Kaiserslautern. 5:0. Es war nur ein Spiel in der Fußball-Bundesliga, mitten in der Saison. Aber es war ein 5:0 gegen eine Mannschaft, die sich vor dieser Spielzeit angeschickt hatte, um den Titel zu spielen. Jetzt, ein halbes Jahr später, fährt der 1. FC Kaiserslautern nach Gelsenkirchen. Und dieses 5:0 im Hinspiel gegen den FC Schalke 04 wirkt wie aus einer anderen Zeit. "Damals - damals betont - war das auch in der Höhe verdient. Aber wenn ein neuer Trainer kommt, greifen andere Mechanismen. Die Spielfreude ist zurückgekehrt", sagt Trainer Marco Kurz vor der Partie an Ostersamstag (15.30 Uhr). Dieses Schalke 04, zu dem der FCK fährt, wirkt wie eine andere Mannschaft, eine Mannschaft, die Titelverteidiger Inter Mailand aus der Champions League geworfen hat - und nicht wie eine, die sich erneut vom 1. FC Kaiserslautern vorführen lässt.Der FCK hofft sozusagen auf einen mentalen Verbündeten aus England. Die Pfälzer hoffen, dass Manchester United schon in den Schalker Köpfen spukt. Denn am Dienstag, 20.45 Uhr, steht das Halbfinal-Hinspiel in der Königsklasse an. "Das kann sein. Es hängt aber auch von uns ab. In der Liga ist für Schalke nach oben und unten nicht mehr viel möglich. Es ist also möglich, was mitzunehmen", sagt Abwehrspieler Florian Dick. Auch schien das Bundesliga-Spiel nur Beiwerk zum Wechsel von Schalke-Torwart Manuel Neuer sein, der seinen Vertrag nicht verlängert und wohl zu Bayern München geht. Die Bedeutung der Partie gegen den FCK kann da in Gelsenkirchen in den Hintergrund rücken.

Also auch Hoffen auf einen Bayern-Effekt? Jedenfalls hat Kurz keine Lust, Aufbaugegner zur Champions League zu sein: "Wir fahren da nicht hin, um ein angenehmer Spielpartner zu sein, damit sie ein gutes Gefühl für Dienstag haben." Dafür braucht der FCK Punkte zu dringend. Sechs sollten es noch sein, um die berühmten 40 zu erreichen und den Klassenverbleib zu schaffen. Sechs aus vier Spielen. Wie viel es letztendlich sein müssen, da will sich Kurz nicht festlegen: "Wir brauchen noch Punkte, das ist Fakt. Unsere Überzeugung ist, dass wir es schaffen, egal mit wieviel Punkten."

Beim 0:2 im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag ließ der FCK Punkte "liegen". "Wir haben das klar analysiert. Du musst eben 90 Minuten gut sein, um dir die Punkte zu verdienen", sagt Kurz. "Das war schlecht, inklusive mir. Ich wollte nach der Vertragsverlängerung vielleicht zu viel. Und das war zu wenig, um was mitzunehmen", sagt Dick, der bis 2014 bleibt.

Schalke 04 nimmt aus Rücksicht auf Torhüter Manuel Neuer ein vor Heimspielen übliches Einpeitsch-Lied der "Toten Hosen" aus dem Vorprogramm. Darin heißt es: "Ich würde nie zum FC Bayern München gehen."

"Das war schlecht, inklusive mir."

Florian Dick, Abwehrspieler des 1. FC Kaiserslautern