Kaiserslautern hadert kurz und gewinnt trotzdem mit 4:1

Kaiserslautern · Es war schon eine seltsame Situation am Samstagnachmittag in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions. 4:1 hatte der 1.

FC Kaiserslautern gerade in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli gewonnen. Und trotzdem hörte es sich bei Außenverteidiger Florian Dick fast so an, als müsse er sich für dieses Spiel rechtfertigen: "Es war heute nicht so dominant wie in den Spielen davor."

Dabei hatte es prächtig für den FCK begonnen. Nach fünf Minuten hatte Mohamadou Idrissou einen Einwurf mit dem Kopf auf Simon Zoller verlängert, der löste sich vom Gegenspieler und traf zum 1:0. Das 2:0 schien nur noch eine Frage der Zeit. Erst scheiterte Idrissou nach starker Vorarbeit von Karim Matmour an St. Paulis Torwart Philipp Tschauner (13.), kurz darauf vergab Matmour. Doch plötzlich gab es einen Bruch im Spiel des FCK. "Es kann sein, dass da dann auch der Kopf mitspielt", suchte Chris Löwe nach einer Erklärung. Und so kam es, wie es kommen musste - Jan-Philipp Kalla glich aus (31.).

Es wäre also beinahe gelaufen wie in den beiden vergangenen Spielen, als sich der FCK mit jeweils nur einem Punkt begnügen musste. Aber die Mannschaft fing sich nach der Pause, auch weil Zoller seine nächste Chance zum 2:1 nutzte (49.). Von da an dominierte der FCK das Spiel und erhöhte durch das Eigentor von Sören Gonther (65.) und den Kopfball von Markus Karl kurz vor dem Schlusspfiff sogar noch auf 4:1. "Ein Tor zu viel des Guten", fand selbst FCK-Trainer Kosta Runjaic, der dann auch eine Erklärung für das kurze Hadern seiner Spieler hatte: "Sie haben uns in den letzten Spielen auch ein bisschen verwöhnt."

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