Jungmann reizt die 2. Liga

Jungmann reizt die 2. Liga

Zwei Spitzenspiele in Folge stehen für die Volleyballer des Drittligisten TV Bliesen an. Außenangreifer Markus „Max“ Jungmann fiebert den Duellen gegen die besten Teams der Liga ganz besonders entgegen.

Wenn die Volleyballer des TV Bliesen an diesem Samstag um 20 Uhr im Sportzentrum St. Wendel in der 3. Liga Süd gegen den Tabellenzweiten SSC Karlsruhe spielen, dann wird Max Jungmann wieder den gegnerischen Spielern seine Aufschläge, die zu den härtesten in dieser Liga gehören, um die Ohren hauen. Auch die Schmetterbälle des Außenangreifers sind echte Geschosse und für die Gegner nur schwer abzuwehren. Vor allem dank seiner Schlagkraft ist Jungmann einer der Leistungsträger in Bliesen.

Darüber hinaus ist der 26-Jährige noch sehr ehrgeizig. Dies ist zu erkennen, wenn der Volleyballer über die bevorstehenden Spitzenspiele seines Clubs gegen Karlsruhe und 14 Tage später gegen Tabellenführer TG Rüsselsheim II spricht. "Das sind die Herausforderungen, auf die ich mich freue. Wir spielen ja in dieser Klasse, um uns mit den Großen zu messen", sagt Jungmann.

Der Ehrgeiz von Jungmann wird auch beim Blick auf sein Spieler-Portrait auf der Internetseite des Tabellenvierten deutlich. Als Ziel hat Jungmann dort "mehr als 3. Liga" angegeben. "Ich würde schon einmal gerne in der 2. Liga spielen", erklärt Jungmann: "Wenn das irgendwann mit Bliesen funktionieren sollte, wäre das natürlich top."

Eine andere Möglichkeit als Bliesen, um den Traum von der 2. Liga zu realisieren, hat Jungmann praktisch nicht. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz gibt es außer der TG Mainz-Gonsenheim keinen Club in der 1. oder 2. Liga. "So weit zu fahren, würde sich auf keinen Fall lohnen", sagt Jungmann. Denn Profis gibt es im Volleyball in der 2. Liga nicht. "Die Leute sind immer erstaunt, wenn ich ihnen erzähle, dass man beim Volleyball in der 3. Liga kein Geld verdient, weil sie das immer mit dem Fußball vergleichen", berichtet Jungmann: "Ich bezweifle auch, dass es in der 2. Bundesliga Clubs gibt, die so viel bezahlen, dass man davon leben kann."

Vom Volleyball leben möchte Jungmann ohnehin nicht. "Ich habe im September 2015 mein Studium im Bereich Biomedizinische Technik abgeschlossen und habe gerade mehrere Bewerbungen für eine Stelle am Laufen", berichtet der 26-Jährige: "Mein Masterplan ist es, eine Stelle im Saarland zu finden. Dann könnte ich meinen Beruf mit dem Volleyball in Bliesen verbinden." Doch Jungmann ergänzt: "Es könnte auch sein, dass ich weiter weg muss." In diesem Fall wäre für den Außenangreifer auch ein Vereinswechsel denkbar - vielleicht zu einem Zweitligisten.