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Wiedersehen in Ringer-Bundesliga
Both freut sich auf aufregenden Abend im alten Wohnzimmer

Jürgen Both
ist jetzt im Trainer-Team des
AC Heusweiler.
Jürgen Both ist jetzt im Trainer-Team des AC Heusweiler. FOTO: Andreas Schlichter
Köllerbach. Der neue Co-Trainer des AC Heusweiler tritt in der Ringer-Bundesliga bei seinem Ex-Verein KSV Köllerbach an. Der Kleine will den Großen ärgern. Von Patric Cordier

1975 hat Jürgen Both beim KSV Köllerbach mit dem Ringkampf-Sport angefangen, ging später in der Bundesliga auf die Matte und war von 1996 bis 2004 sogar verantwortlicher Trainer. „Die Kyllberghalle war mein Wohnzimmer“, sagt der 49-Jährige heute. An diesem Samstag kehrt er als Greco-Trainer des Köllerbacher Liga-Konkurrenten AC Heusweiler an die alte Wirkungsstätte zurück. „Ich war schon einmal als Trainer von Fürstenhausen gegen die zweite Mannschaft wieder da, aber gegen die Erste ist schon was anderes“, sagt Both: „Ich habe noch viele Freunde dort. Ich denke, es wird bestimmt ein aufregender Abend für mich.“


Das gilt auch für Pajtim Sefai. Der startete in den letzten beiden Jahren für Heusweiler, gibt am Samstag sein Debüt für den KSV. „Mit dem dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften hat er voll überzeugt. Er trainiert sehr diszipliniert. Und weil er sowohl 75 als auch 80 Kilo Greco ringen kann, ist er für uns eine wertvolle Verstärkung“, sagt Thomas Geid, der aktuelle Mannschaftsverantwortliche beim KSV.

Disziplin ist ein wichtiges Stichwort, hat sich Sefai in der Vergangenheit doch die ein oder andere Sperre eingehandelt. „Wir haben darüber geredet und ihm klar gemacht, dass es das bei uns nicht gibt“, sagt Geid: „Der letzte Sportler, der bei uns gesperrt wurde, war Tim Nettekoven.“ Nettekoven kämpfte zwischen 2001 und 2005 für den KSV, der am Samstag gegen den „kleinen“ Nachbarn haushoher Favorit ist.



„Im letzten Jahr ist es uns zumindest zeitweise gelungen, den KSV vor eigenem Publikum zu ärgern“, erinnert Heusweilers Cheftrainer Cacan Cakmak an den 31. Oktober 2017, als der AC nach drei Kämpfen mit 11:0 vorne lag – am Ende hieß es aber 24:12 für die Gastgeber. „Uns ist es egal, wie der Gegner heißt. Wir werden unsere bestmögliche Mannschaft stellen“, verspricht Cakmak, der am 28. September den ersten Bundesliga-Heimsieg feiern könnte. Dann wird der Kampf zwischen Daniel Meiser und Urloffens Van Chlovelle Meier nachgeholt. Meier war vergangenen Samstag für den Deutschen Ringerbund unterwegs, Urloffen führt nach neun Kämpfen mit 12:11. „Daniel ist sehr erfahren und kann mit dem Druck umgehen“, sagt Cakmak: „Aber jetzt gehr es zuerst gegen Köllerbach. Alles andere kommt dann.“

Mit der RKG Freiburg kommt an diesem Samstag eine lösbare Aufgabe in die Wiesbachhalle zum ersten Saison-Heimkampf des ASV Hüttigweiler. Der KV Riegelsberg, der ebenso wie der AC Heusweiler noch ohne Punkt ist, muss dagegen bei der RG Hausen-Zell antreten. Alle Kämpfe beginnen wie immer um 19.30 Uhr.