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Jones hat noch jede Menge Arbeit vor sich

Jones hat noch jede Menge Arbeit vor sich

Trotz einer ganz schwachen Vorstellung in Ungarn haben die deutschen Fußballerinnen eine perfekte EM-Qualifikation zu Ende gebracht. Bundestrainerin Steffi Jones hat noch jede Menge Arbeit vor sich.

Als sich die deutschen Fußballerinnen am Mittwochmorgen von Györ über Wien in die Heimat aufmachten, hatte Steffi Jones viele Fragezeichen im Gepäck. Denn obwohl das Rumpfteam im zweiten Spiel unter der Regie der neuen Bundestrainerin die makellose EM-Qualifikation unter Dach und Fach gebracht hatte, machte der ganz schwache Auftritt beim 1:0 (1:0) in Ungarn nur wenig Hoffnung auf eine rosige Zukunft.

Einen Monat nach dem Olympiasieg von Rio wurde durch den schmeichelhaften Zittersieg deutlich, dass der Nachwuchs des zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameisters noch lange kein Top-Niveau hat. Am nachdenklichen Gesichtsausdruck von Jones war zu erkennen, dass auch sie weiß, wie viel Arbeit noch vor ihr liegt. "Es waren viele Neue dabei, und wir haben uns schwer getan. Aber jede Erfahrung bringt die Spielerinnen weiter. Auch solche Spiele sind wichtig", sagte die 43 Jahre alte Nachfolgerin von Silvia Neid , die Jacqueline Klasen (SGS Essen) und Hasret Kayikci (SC Freiburg ) debütieren ließ: "Wir haben viele Erkenntnisse gesammelt, die wir nun analysieren können."

Ohne die etablierten Spielerinnen geht (noch) nichts bei der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Wenn die Ungarin Viktória Szabó kein Eigentor geköpft hätte (29.), wären die Gäste nicht als Siegerinnen vom Platz gegangen - sie hatten nämlich keine einzige echte Torchance. Dabei war das Hinspiel noch 12:0 ausgegangen. Dass von den 13 "Golden Girls", die beim 2:1 im Olympiafinale gegen Schweden mit von der Partie waren, nur Übergangs-Spielführerin Anja Mittag und Tabea Kemme in der Startelf standen, konnte die Mannschaft nicht kompensieren. Dennoch stand am Ende der achte Sieg ohne Gegentor im achten und letzten Qualifikationsspiel - es stehen 35:0 Tore zu Buche.

Ohnehin ging es in Györ um nichts mehr. Die Titelverteidigerinnen, bei denen Babett Peter ihr 100. Länderspiel absolvierte, hatten schon im April ihr Ticket für die Endrunde in den Niederlanden gelöst. "Das waren Testspiele für uns, auch wenn es Qualispiele waren", sagte Jones: "Aber wir werden uns steigern müssen." Darauf darf sie beim nächsten Länderspiel am 22. Oktober in Regensburg gegen Österreich hoffen.