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Jede Kleinigkeit muss passen

Jede Kleinigkeit muss passen

Die A-Jugend-Handballer der HSG Völklingen träumen vom Einzug ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Im Halbfinale stehen sie dem SC Magdeburg gegenüber. Das Hinspiel ist am Sonntag in Saarbrücken (14 Uhr).

Für die A-Jugend der HSG Völklingen geht der "Wahnsinn", wie es Trainer Marcus Simowski beschreibt, weiter. Nach dem erfolgreichen Viertelfinale gegen Frisch Auf Göppingen (32:34 und 27:23) empfangen die Völklinger an diesem Sonntag den SC Magdeburg zum Halbfinal-Hinspiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle (14 Uhr). Im zweiten Halbfinale bekommt es Bayer Dormagen mit dem Titelfavoriten Füchse Berlin Reinickendorf (in seiner Staffel ohne Punktverlust) zu tun.

Gegen die Mannschaft aus Magdeburg, die sich im Viertelfinale gegen die HSG Handball Lemgo mit 32:30 und 37:37 durchgesetzt hatte, will die HSG Völklingen vor heimischen Publikum eine gute Basis für das Rückspiel schaffen. "Meine Spieler sehen, dass da was drin ist. Im Training machen sie einen hochmotivierten Eindruck. Zwar bekommen wir es mit Magdeburg mit einer spielerisch sehr starken Mannschaft zu tun, die uns wohl körperlich überlegen ist. Aber wir denken nicht: Da geht gar nichts", sagt Trainer Simowski und ergänzt: "Körpergröße ist nicht alles. Wenn wir uns strecken, haben wir gute Chancen, zu gewinnen."

Neben dem eigentlichen Training hat man im Völklinger Lager in der Vorbereitung auf Magdeburg wieder viel Zeit mit Videoanalysen verbracht. Simowski erwartet ein Duell auf Augenhöhe, über dessen Ausgang nicht nur die richtige Taktik bestimmend sein wird: "Wie schon im Viertelfinale werden auch diesmal Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden: Wie komme ich ins Spiel? Welche Mannschaft hat die bessere Tagesform? Natürlich darf man auch das berühmte Quäntchen Glück nicht vergessen", sagt Simowski. "Ein wichtiger Faktor wird auch die Stimmung in der Halle. Meine Mannschaft freut sich auf die Kulisse."

Nur einer sieht dem Halbfinale wieder mit gemischten Gefühlen entgegen. "Für mich ist der Traum leider futsch", sagt der verletzte Rückraumspieler Lucian Scheid: "Wenn man die Stimmung im Heimspiel gegen Göppingen erlebt hat, tut es unglaublich weh, nicht dabei sein zu können." Pechvogel Scheid hatte sich beim Ende Dezember einen Bänderabriss im Sprunggelenk zugezogen. Kaum genesen, haben ihn danach immer wieder kleinere Verletzungen aus der Bahn geworfen. "Zuletzt hatte ich einen leichten Bandscheibenvorfall, der mir auf einen Nerv drückt. Die Schmerzen ziehen bis ins Bein", erläutert Scheid, dessen Tore aus dem Rückraum die HSG eigentlich dringend bräuchte.

Für die kommende Saison hofft Lucian Scheid, der auch schon zu Lehrgängen für die Jugend-Nationalmannschaft eingeladen wurde, auf eine verletzungsfreie Spielzeit: "Ich spiele noch ein Jahr mit der A-Jugend in der Bundesliga. Und so wie es momentan aussieht, werde ich auch einige Spiele für die Herren der HSG in der Oberliga machen", sagt Scheid. Nur den "Wahnsinn", wie ihn die HSG Völklingen im Moment erlebt, auf den wird er wohl verzichten müssen.