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Japan macht sich Mut: "Fußball ist nicht nur Physis"

Japan macht sich Mut: "Fußball ist nicht nur Physis"

Augsburg. Nach ihrem Rückschlag bei der Weltmeisterschaft machten sich Japans Fußball-Frauen für das Viertelfinal-Kräftemessen mit Titelverteidiger Deutschland Mut

Augsburg. Nach ihrem Rückschlag bei der Weltmeisterschaft machten sich Japans Fußball-Frauen für das Viertelfinal-Kräftemessen mit Titelverteidiger Deutschland Mut. "Fußball ist nicht nur Physis", redete Potsdams Angreiferin Yuki Nagasato (Foto: dpa) ihre "Nadeshiko", wie die Nationalmannschaft genannt wird, mit Blick auf die Partie am kommenden Samstag gegen ihre Bundesliga-Kolleginnen stark. "Ich habe keine Angst. Ich kenne ja alle Spielerinnen." Die Bilanz der Asiatinnen ist jedoch verheerend: Bei drei WM-Duellen gab es für Japan bislang drei Niederlagen und 0:6-Tore gegen Deutschland."Wir wollen immer noch ins Finale dieser WM kommen", bekräftigte Japans Trainer Norio Sasaki nach dem 0:2 am vergangenen Dienstagabend im Gruppenendspiel gegen England fast schon trotzig. Dabei war die erste WM-Pleite der hoch gewetteten Japanerinnen um Spielführerin Homare Sawa mehr als nur eine einfache Niederlage im Kampf um den Gruppensieg. Ihre Spielweise wirkte nett anzuschauen. Aber das Aufbäumen der körperlich unterlegenen Asiatinnen gegen die Kickerinnen aus dem Fußball-Mutterland war vergeblich. Japan machte zwar über weite Strecken das Spiel, die nach zuvor nur durchwachsenen Leistungen auftrumpfenden Engländerinnen durch Ellen White in der 15. Minute und Rachel Yankey in der 66. Minute die Tore.

"Wir haben heute einiges gelernt. Das war eine Lektion für meine Spielerinnen", gestand Sasaki kleinlaut, der vor allem mit der Zweikampf-Schwäche und der mangelnden Chancenausbeute seiner Auswahl haderte. Nichts wurde es so aus dem erhofften ersten WM-Sieg gegen eine europäische Mannschaft.

Und nun wartet ausgerechnet Deutschland. 1995, 2003 und 2007 gab es für Japans Fußball-Frauen nichts gegen die Elf des Deutschen Fußball-Bundes zu holen - doch Sasaki setzt auf die Spielstärke seiner Spielerinnen. "Wir sind vorbereitet. Wir sind in der Lage, diesen nächsten Schritt zu gehen und zu bestehen." Zuspruch erhielt die "Nadeshiko" übrigens von Englands Trainerin Hope Powell: "Japan ist technisch die ausgereifteste Mannschaft hier." dpa