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Jan Frodeno steht vor dem nächsten Coup

Jan Frodeno steht vor dem nächsten Coup

Kitzbühel. Am Donnerstag wird Jan Frodeno 29 Jahre alt

Kitzbühel. Am Donnerstag wird Jan Frodeno 29 Jahre alt. Er hat sich allerdings schon vorher beschenkt: Der Triathlon-Olympiasieger (Foto: dpa) steht zwei Jahre nach der Goldmedaille in Peking vor seinem zweiten Coup: Mit dem dritten Rang bei der sechsten Station der World-Cup-Serie am Samstag in Kitzbühel hat der 28-jährige Saarbrücker seine Führung auf 231 Punkte vor Javier Gomez (Spanien) ausgebaut. Wenn Frodeno beim Finale in der ungarischen Hauptstadt Budapest maximal drei Plätze hinter dem Spanier Gomez landet, wäre er der erste Olympiasieger, der auch den WM-Titel gewinnen würde."Es liegt in meinen Händen. In Budapest werde ich mit der Nummer 1 an den Start gehen. Und die will ich auch verteidgen", sagte Frodeno, nachdem er seine starke Form nach dem zweiten Platz in Hamburg und dem dritten Rang in London bewiesen hatte. "Es wäre schon sensationell, wenn Jan der Coup in Budapest gelingt. Er muss knapp hinter Gomez bleiben", meinte DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel zufrieden. Im Ziel nach 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen hatte der gebürtige Südafrikaner (Gesamtzeit: 1:53:21 Stunden) 49 Sekunden Rückstand auf Sieger Stuart Hayes (1:52:32) und 17 Sekunden auf Gomez (1:53:04). "Ich ziehe den Hut vor Hayes. Das war eine Meisterleistung auf dem Rad. Das imponiert mir besonders", lobte Frodeno den Briten bei dessem ersten Sieg in der WM-Serie. Maik Petzold (1:53:37) auf Rang fünf sowie Sebastian Rank als Sechster (1:53:39) rundeten den deutschen Team-Erfolg ab. Dabei musste der 24-jährige Rank noch eine Zeitstrafe von 15 Sekunden beim Laufen absitzen, weil er beim Wechsel vom Rad einen Fehler gemacht hatte.Einen Monat vor dem großen WM-Finale in Budapest ließ Frodeno allerdings seinen gefürchteten Endspurt auf den letzten Kilometern vermissen. Entscheidend war wohl der Rückstand von 1:41 Minuten nach dem Radrennen auf den lange führenden Hayes, der die Weltelite überraschend vorführte. In einer Fünfer-Gruppe, in der Petzold sowie lange Zeit auch Sebastian Prochnow immer mit vorn dabei waren, bestimmte Hayes im zweiten Teil des Rennens Tempo und Taktik. Auch dessen Landsmann, der noch amtierende Weltmeister Alistair Brownlee, konnte nicht mehr in den Endkampf eingreifen. Bei den Frauen feierte die Kanadierin Paula Findlay den zweiten Erfolg innerhalb von vier Wochen. Die London-Siegerin hatte im Ziel in 2:03:03 Stunden genau drei Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Lisa Norden (2:03:06). Die Neuseeländerin Andrea Hewitt (2:03:10) wurde Dritte. Beste aus dem deutschen Trio war Ricarda Lisk (2:07:54/Waiblingen) auf Rang 24. dpa "Es liegt in meinen Händen."Triathlet Jan Frodeno

Am RandeTriathletin Marlene Gomez-Islinger hat bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur gestern den siebten Platz belegt. Die 17-Jährige, die an der Sportschule in Saarbrücken lebt und trainiert, kam nach 1:02:27,79 Stunden ins Ziel. "Ich war unheimlich aufgeregt und hatte richtige Angst vor dem Wettkampf", bekannte Gomez-Islinger, "dabei hatte ich mir fest vorgenommen, eine Medaillen zu gewinnen". Das schafften andere: Gold ging an die Japanerin Yuka Sato, die für die 750 Meter im Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen 1:00:49,69 Stunden benötigte. Auf dem Treppchen landeten zudem die Australierin Ellie Salthouse (1:01:04,39) und Kelly White aus den USA (1:01:13,49). Insgesamt waren 35 Sportlerinnen am Start. dpa