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Fußball-Bundesliga
In Köln gehen langsam die Lichter aus

Jonas Hector erzielte gegen Mainz die 1:0-Führung der Kölner.
Jonas Hector erzielte gegen Mainz die 1:0-Führung der Kölner. FOTO: dpa / Marius Becker
Köln. Geißböcke nach dem 1:1 gegen Mainz wieder Bundesliga-Schlusslicht.

Auch am Tag nach dem bitteren Rückschlag im Kellerduell gegen Mainz 05 herrschte Frust bei den Profis des 1. FC Köln. Niedergeschlagen drehten die Spieler eine Runde auf dem Fahrrad im Stadtwald, der Trainingsplatz am Geißbockheim blieb am Sonntag leer. Statt neuer Hoffnung machte sich nach dem 1:1 (1:0) gegen die Mainzer Ernüchterung breit.


Nur Stefan Ruthenbeck war bemüht, die Stimmung aufzulockern und gab sich kämpferisch. „So lange es rechnerisch möglich ist, glaube ich an die Chance“, sagte der FC-Trainer. Doch der sechste Abstieg der Vereinsgeschichte ist angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Mainz auf dem Relegationsrang kaum noch zu vermeiden. Das Spiel gegen den FSV hatte allen Verantwortlichen die bittere Realität vor Augen geführt. Nach dem frühen 1:0 durch den Auersmacher Nationalspieler Jonas Hector (7.) folgte kurz nach der Pause der Ausgleich durch Pablo De Blasis (50.). Wie schon gegen Augsburg, Hannover, Freiburg und Stuttgart gab Köln auch gegen harmlose Mainzer, die zuletzt am 23. Februar ein Tor in der Bundesliga erzielt hatten, eine Führung aus der Hand.

„Wir sind nicht stabil genug“, schimpfte Ruthenbeck. In der hektischen Schlussphase, in der der Mainzer Giulio Donati mit Gelb-Rot vom Platz flog (90.+2), hätten es die Gäste „besser gemacht“. Der Blick auf das Restprogramm macht wenig Hoffnung. Champions-League-Anwärter Schalke 04 und Rekordmeister Bayern München kommen noch nach Köln, außerdem stehen die Auswärtsspiele in Berlin sowie bei den direkten Konkurrenten Freiburg und Wolfsburg an. Entsprechend plant der Klub für die 2. Liga. Sport-Geschäftsführer Armin Veh hat demnächst Gespräche mit den Spielern angekündigt.