In fünf Sportarten erfolgreich

Beeden. Viele Hobbysportler tun sich bereits schwer damit, eine Sportart erfolgreich auszuüben. Bei Kerstin Sacré sieht das ganz anders aus. Die 36-Jährige ist eine klasse Tennis-, Inlinehockey- und Eishockeyspielerin sowie Speedskaterin. Auch beim Fußball macht sie keine schlechte Figur

 Ein Tennisschläger, ein Fußball, ein Hockeyschläger: Kerstin Sacré weiß mit allem gut umzugehen. Die 36-Jährige ist eines der größten Multi-Sporttalente in Homburg. Foto: Stefan Holzhauser

Ein Tennisschläger, ein Fußball, ein Hockeyschläger: Kerstin Sacré weiß mit allem gut umzugehen. Die 36-Jährige ist eines der größten Multi-Sporttalente in Homburg. Foto: Stefan Holzhauser

Beeden. Viele Hobbysportler tun sich bereits schwer damit, eine Sportart erfolgreich auszuüben. Bei Kerstin Sacré sieht das ganz anders aus. Die 36-Jährige ist eine klasse Tennis-, Inlinehockey- und Eishockeyspielerin sowie Speedskaterin. Auch beim Fußball macht sie keine schlechte Figur. Das erste Steckenpferd des in Beeden wohnenden Multitalents war in der Jugend das Tennisspielen, als sie für den TC Blau-Weiß Homburg erfolgreich dem gelben Filzball hinterher jagte.Im Alter von 15 Jahren entdeckte die Saarländerin dann beim ERC Homburg ihre Liebe zum Speedskating. Auf den vier Rollen war Sacré richtig schnell unterwegs und gewann im Junioren- und Aktivenbereich mehrmals die deutsche Meisterschaft. Außerdem nahm sie auch an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Auf europäischer Ebene reichte es mit der Staffel sogar zu einer Silber- und Bronzemedaille.

"Bei meinen anderen Sportarten war vor allem die Kraft in den Oberschenkeln, eine gute Kondition und Schnelligkeit wichtig, während im Tennis die Technik und Taktik mehr zum Tragen kommt", erklärt die Vielseitigkeitssportlerin.

Sieg im Europapokal

1998 startete die beruflich als Selbstständige arbeitende Sacré dann mit der nächsten Sportart durch und fing an, beim ERC Zweibrücken Snipers Skaterhockey und Inlinehockey zu spielen. Skaterhockey wird mit einem Inlineball gespielt, wobei es im internationalen Bereich aber nur bis zur Europameisterschaft geht. Dagegen werden die Treffer beim Inlinehockey mit einem Puck erzielt. In dieser Sportart gibt es zwar in Deutschland keine offizielle Damenrunde, dafür aber Weltmeisterschaften.

Sacré war auf Anhieb so gut, dass sie bald in beiden Sportarten der deutschen Nationalmannschaft angehörte. Ihren persönlichen Höhepunkt im Damenskaterhockey feierte sie am 21. und 22. September 2002 in Zweibrücken, als die Snipers Gastgeber im Europapokal waren und vor Teams aus Dänemark und Frankreich den Titel gewannen.

Im Inlinehockey vertrat Sacré die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften in Tschechien (2003), Kanada (2004) sowie Frankreich (2005). Als in Zweibrücken aufgrund des fehlenden Nachwuchses der Spielbetrieb eingestellt werden musste, lockte sie eine deutsche Nationalmannschaftskollegin nach Menden, ehe sie bis 2008 auch noch für Iserlohn spielte. Parallel startete die Saarländerin auch in den Wintermonaten als Eishockeyspielerin durch. Ab 2000 trug sie drei Jahre lang das Trikot der ESG Esslingen (nahe Stuttgart). Mit diesem Team spielte sie konstant in der Ersten Bundesliga.

Ebenfalls im deutschen Eishockey-Oberhaus ging es dann die nächsten drei Jahre beim SV Salamander Kornwestheim weiter, ehe sie bis vor zwei Jahren die Schlittschuhe für den SV Brackwede (bei Bielefeld) in der 2. Liga schnürte.

Jetzt zur Tennis-DM

Als 2008 eine Anfrage eines guten Bekannten kam, ob Kerstin Sacré wieder mit dem Tennisspielen beim TC Erbach anfangen wolle, gab sie ihre Zusage. "Ich habe dann mit dem Inlinehockey aufgehört, da diese beiden Sommersportarten zu viel Zeit verschlungen hätten. Auch mit dem Eishockey war nach einer weiteren Wintersaison Schluss. Jetzt zählt für mich nur noch Tennis, wobei ich als Ausgleich jeden Mittwoch in einer Hobbygruppe auch noch etwas Fußball spiele", sagt das Multitalent.

In dieser Sommersaison bei ihrer ersten Teilnahme auf Anhieb die Tennis-Saarlandmeisterschaften der Ü30 gewonnen hat und auch mit den Damen 30 des TC Erbach den Titel in der A-Klasse holte. Im kommenden Jahr will sie unter Umständen an der deutschen Tennis-Meisterschaft der über 30-Jährigen teilnehmen und auch in diesem Sport ihre Grenzen ausloten.

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