1. Sport
  2. Saar-Sport

In Frankfurt schwindet die Hoffnung

In Frankfurt schwindet die Hoffnung

Das Gesicht von Heribert Bruchhagen sprach Bände. "Wie haben die anderen gespielt?", fragte der Vorstandsboss von Eintracht Frankfurt unmittelbar nach dem nächsten bitteren Rückschlag mit leiser Stimme - und schüttelte bei der Antwort nur noch resignierend den Kopf.

Durch das 0:2 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim und die Erfolge der anderen Abstiegskandidaten der Bundesliga schwindet bei den Hessen langsam aber sicher auch der letzte Funken Hoffnung.

"Es ist eine schwere Stunde", sagte der sichtlich angeschlagene Bruchhagen: "Wir wissen, wie schwer es wird, und können alle die Tabelle lesen." Und die spricht gegen den Traditionsverein: Mit 27 Punkten bleibt Frankfurt Vorletzter, der Abstand zum rettenden Ufer wuchs fünf Spieltage vor Schluss auf drei Zähler. Die wütenden Fans in der Arena quittierten den wieder viel zu harmlosen Auftritt der "Torlos-Eintracht" mit gellenden Pfiffen. Nur zweimal in den vergangenen acht Spielen traf ein Frankfurter, der verletzte Torjäger Alexander Meier wird seit Wochen schmerzlich vermisst. Auch gegen Hoffenheim. Die erste halbe Stunde lang dominierten die Gastgeber und setzten die Gäste immer wieder unter Druck. Die Tore aber erzielten die eingewechselten Hoffenheimer Nadiem Amiri (62.) und Mark Uth (90.).

Während Hoffenheim seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz auf drei Punkte ausbaute, wird die Lage für Frankfurt immer schwerer. Auf die Eintracht warten unter anderem noch Auswärtsspiele in Leverkusen und beim Lokalrivalen Darmstadt 98 . Und am letzten Spieltag könnte es zum absoluten Endspiel bei Werder Bremen kommen.