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In Dortmund gescheitert, in England gereift

In Dortmund gescheitert, in England gereift

Johannesburg. Steven Pienaar hat einen langen Weg zum Superstar der "Bafana Bafana" hinter sich. Der Mittelfeldregisseur des WM-Gastgebers hat auch international den Durchbruch geschafft und zählt beim FC Everton in der englischen Premier League zu den Stützen. In seiner Heimat wird der Mann mit der Rastafrisur verehrt

Johannesburg. Steven Pienaar hat einen langen Weg zum Superstar der "Bafana Bafana" hinter sich. Der Mittelfeldregisseur des WM-Gastgebers hat auch international den Durchbruch geschafft und zählt beim FC Everton in der englischen Premier League zu den Stützen. In seiner Heimat wird der Mann mit der Rastafrisur verehrt.Pienaar wuchs in einem jener Stadtteile Johannesburgs auf, in denen Fußball oft der einzige Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit ist. Beim Kicken auf der Straße entdeckte ihn mit zwölf Jahren ein Scout und steckte ihn in ein Fußball-Internat. Von dort aus ging es ins rund 1400 Kilometer entfernte Kapstadt zu Cape Town, einem Farmteam von Ajax Amsterdam.Der Weg in die Niederlande war vorgezeichnet, mit 18 zog er in die Nachwuchsschule von Ajax und feierte 2001 sein Debüt in der Ehrendivision. "Holland war eine gute Schule für mich. Der technische Fußball kam mir entgegen", erinnert sich der 1,76 Meter kleine Mittelfeldwirbler. Der nächste Sprung auf der Karriereleiter sollte dann Dortmund werden, doch beim BVB kam Pienaar überhaupt nicht zurecht.Nach nur 25 Spielen ohne Tor war das Kapitel Dortmund für Pienaar beendet, der FC Everton erlöste ihn und holte den Techniker auf die Insel. "In Dortmund hat man nicht an mich geglaubt, dass war bei Everton sofort anders", sagte Pienaar, der in der abgelaufenen Spielzeit 38 Pflichtspiele für "The Toffees" absolviert hat.Dementsprechend müde stieß Pienaar vor der WM in der Heimat zum Nationalteam. "Die Beine tun schon weh, doch wir haben so lange auf diese WM in unserem Land gewartet. Da vergisst man das", sagte Pienaar vor dem zweiten Spiel gegen Uruguay (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet). dpa