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Im Sommer kaum zu halten

Im Sommer kaum zu halten

Julian Draxler hätte in der Winterpause wechseln können, vielleicht sogar wollen. Schalke 04 bestätigte am Samstag eine konkrete Anfrage. Im Sommer wird sich der Bundesligist nicht mehr wehren können – Draxler hat eine Klausel.

Julian Draxler erlebt derzeit aufregende Tage. Erst wurde der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 für seine tolle Co-Produktion mit Raúl für das "Tor des Jahres 2013" geehrt. Dann stellte er nach zweimonatiger Verletzungspause eine Rückkehr in der Fußball-Bundesliga in Aussicht. "Ich peile das Spiel gegen Leverkusen an", sagte der Nationalspieler am Rande des 2:1-Erfolgs am Samstag gegen den VfL Wolfsburg mit Blick auf das Duell am 15. Februar beim rheinischen Rivalen.

Draxler fehlt dem Revierclub seit dem 11. Dezember, als er sich in der Champions League gegen den FC Basel einen Sehnenteilriss im Oberschenkel zuzog. Auch das Trainingslager in Doha verpasste der von zahlreichen europäischen Spitzenclubs umworbene Profi. Erstmals bestätigten Draxler und Schalke-Manager Horst Heldt, dass es über Winter lukrative Angebote aus dem Ausland gab. Bis dato waren konkrete Offerten abgestritten worden.

"Ich wusste, wo die Wahrheit liegt. Deswegen hat mich das nicht verrückt gemacht. Fakt ist, dass bei Horst Heldt Anfragen auf dem Tisch lagen", sagte Draxler, der in Gelsenkirchen noch einen Vertrag bis 2018 besitzt. Der Club habe alle Angebote abgelehnt. "Es zeigt die Wertschätzung, die ich in diesem Verein genieße, wenn diese Anfragen von Heldt abgelehnt werden, ohne dass ich gefragt werde", sagte Draxler.

Schalkes Sportvorstand räumte das konkrete Interesse eines Vereins kurz vor Ende der Transferfrist ein. "Am Donnerstag ist ein Angebot für Julian eingegangen. Aber so einen Transfer macht man nicht jeden Tag", sagte Heldt, der den Interessenten abwimmelte und Draxler informierte. "Wir haben Julian klar unsere Meinung dazu gesagt."

Seit Wochen wurde über gigantische Offerten vor allem aus England spekuliert. Besonders die Vorliebe von Arsene Wenger für Draxler ist bekannt. Der Teammanager des FC Arsenal meldete sich am Freitag zu Wort und erklärte, dass Draxler nicht komme. Schon im Sommer dürfte sich das ändern - Draxler darf gegen die Zahlung einer festgeschriebenen Ablöse von 45,5 Millionen Euro gehen.