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Ringen-Playoffs
Im Halbfinale soll es endlich spannend werden

Püttlingen. Nach dem lockeren Viertelfinale treffen die Ringer des KSV Köllerbach nun auf den TuS Adelhausen, den ersten echten Gegner. Von Patric Cordier

Der KSV Köllerbach steht erwartungsgemäß im Halbfinale um die deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft. Nach dem 21:8 im Hinkampf setzte sich die Mannschaft des Teamverantwortlichen Thomas Geid auch im zweiten Viertelfinale gegen den KSV Witten klar mit 31:4 durch. Damit haben die Köllerbacher das vor der Saison ausgegebene Minimalziel erreicht. „Es war eine souveräne Leistung. Die Mannschaft hat all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, lobte Geid.


Zwar hatte Wittens zweiter Vorsitzende Frank Weniger angekündigt: „Wir wollen uns anständig verabschieden, die Köllerbacher Zuschauer haben ein Recht auf einen ordentlichen Kampf.“ Doch davon sahen die über 400 Fans im Püttlinger Trimm-Treff insgesamt relativ wenig. Die Polen Dawid Ersetic und Mateusz Wolny fehlten Witten verletzt, mit dem Kubaner Edwin Dominguez soll es seit Wochen Probleme geben. Und als Alexander Storck kurzfristig ebenfalls absagen musste, konnten die Gäste nur neun Gewichtsklassen besetzen. Valentin Seimetz siegte so kampflos in der Klasse bis 71 Kilogramm Freistil.

Den Kampf angenommen hat wieder einmal Köllerbachs Nachwuchsmann Sergio Schäfer. Doch für den 16-Jährigen ist die Bundesliga derzeit noch Lernen auf höchstem Niveau. Die Lehrstunde in der Klasse bis 57 Kilo griechisch-römisch gegen Arthur Eisenkrein war trotz ordentlicher Leistung nach 2:22 Minuten beendet. Danach durfte Mattenleiterin Ramona Scherer nur noch Köllerbacher Athleten zum Sieg gratulieren.



Oleksandr Khotsianivskyi (130 Kilo Freistil) brauchte gegen Kasim Aras 2:09 Minuten. Viktor Lörincz (98 Kilo greco) musste 4:44 Minuten bis zur Disqualifikation wegen Passivität gegen Simeon Stankovich durchhalten. Laszlo Szabo (80 Kilo greco) machte in 2:14 Minuten kurzen Prozess mit Pascal Wittke, Nico Zarcone (erstmals in 61 Kilo Freistil) benötigte 4:27 Minuten gegen Andreas Eisenkrein. Und Kapitän Andrej Shyyka (75 Kilo Freistil) legte Ibro Cakovis nach 3:40 Minuten auf die Schultern.

In Halbfinal-Form präsentierten sich auch Etienne Kinsinger beim 9:0 gegen Idris Abaev (66 Kilo greco) und Timo Badusch (75 Kilo greco) beim 6:2 gegen den WM-Dritten Ilie Cojocari. Gegen seine Spezialtechnik, den Ausheber mit Überwurf, hat in dieser Saison kaum ein Gegner ein Mittel gefunden. Istvan Vereb (86 Kilo Freistil) komplettierte die Siegesserie der Köllerbacher trotz Knöchelverletzung mit einem 6:1 gegen Ufuk Canli.

Im Halbfinale wartet nun der TuS Adelhausen aus Südbaden, der sich gegen den SV Nackenheim mit 28:1 und 26:6 durchsetzte. Der Halbfinal-Hinkampf an der Schweizer Grenze findet am 6. Januar statt. „Das wird kein Spaziergang. Wir müssen als Mannschaft funktionieren“, sagte Kapitän Shyyka. „Adelhausen ist eine ganz andere Hausnummer als alles, was wir bisher in dieser Saison gesehen haben. Sie haben fast keine Schwachstelle“, sagte Geid und setzt seine Hoffnung auch auf den Heimkampf am 13. Januar im Püttlinger Trimm-Treff.