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Aufstiegsreform des DFB
„Ich würde die Idee mitden Chinesen durchziehen“

Völklingens Wolfgang Brenner wünscht sich mehr Engagement für die „Kleinen“.
Völklingens Wolfgang Brenner wünscht sich mehr Engagement für die „Kleinen“. FOTO: Andreas Schlichter
Völklingen. Wolfgang Brenner ist der Vorsitzende des Regionalliga-Aufsteigers Röchling Völklingen. Ralph Tiné

Wie bewerten Sie die aktuelle Aufstiegsregelung in der Regionalliga?



WOLFGANG BRENNER Das ist keine gute Regelung im Sinne der Vereine. Wenn der Meister nicht aufsteigt, macht es das auch für einen Verein wie uns schwerer, die Klasse zu halten. Denn wenn eine Mannschaft sicher aufsteigt, steigt in der Regel auch eine Mannschaft weniger ab. Dann hat man auch eher eine frühzeitige Planungssicherheit für die nächste Saison. Grundsätzlich gilt: Ein Meister muss aufsteigen. 

Welches der vorgeschlagenen Aufstiegs-Modelle befürworten Sie – und warum?

BRENNER Ein Modell sieht vor, dass die Regionalligen West und Südwest jeweils einen festen Aufstiegsplatz bekommen. Die anderen drei Ligen bekämen abwechselnd einen festen Aufstiegsplatz, während die Meister der übrigen zwei eine Relegation spielen. Diese Regelung wäre unsere Präferenz. Ein zweites Modell sieht eine Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen vor, wo alle Meister aufsteigen würden. Wir haben beiden Modellen zugestimmt, im zweiten Fall aber nur unter der Voraussetzung, dass das Einzugsgebiet der Südwest-Liga unverändert bleibt.

Wie sehen Sie die Außendarstellung des DFB in den aktuellen Fragen, insbesondere der Reform des Drittliga-Aufstiegs und des China-Gastspiels?



BRENNER Ich würde mir vom DFB eine bessere Vermarktung der Regionalliga in Zusammenarbeit mit den Vereinen wünschen. Ich würde eine Vermarktungsagentur einschalten, die das Marktpotenzial analysiert und ein Konzept für eine optimale Vermarktung auf allen Ebenen erarbeitet. Ich sehe uns als klassischen Amateurverein, für solche Vereine wird zu wenig getan. Das Modell mit den Chinesen würde ich versuchen, weiter durchzuziehen. Ich finde das generell nicht schlecht. Ich würde bei diesem Spiel – nach Rücksprache mit der Stadt Völklingen als Besitzer des Stadions – von meinem Hausrecht Gebrauch machen und alle politischen Statements im Stadion untersagen. Man sollte da ein guter Gastgeber sein.

Die Fragen stellte SZ-Mitarbeiter Ralph Tiné