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„Ich spüre den Geist in der Truppe“

„Ich spüre den Geist in der Truppe“

Mit einem Erfolg im Topspiel gegen den Meister der vergangenen Saison, die Offenbacher Kickers, könnte die SV Elversberg am Sonntag erstmals in dieser Saison auf einen der beiden Relegationsplätze klettern.

Für den Fußball-Regionalligisten SV Elversberg steht an diesem Sonntag um 14 Uhr das dritte Topspiel in drei Wochen auf dem Programm. Nach dem 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken und dem 1:0-Sieg bei Hessen Kassel ist nun der letztjährige Meister und aktuelle Tabellenzweite Kickers Offenbach zu Gast beim Tabellenvierten in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde.

"Ich liebe diese Spiele, aber ich weiß auch, dass es ein 90-minütiger Abnutzungskampf wird. Offenbach wird uns den Ballbesitz überlassen, und wir müssen etwas daraus machen", sagt SVE-Trainer Michael Wiesinger . Und das scheint den Elversbergern in letzter Zeit nicht besonders schwer zu fallen. "Wir haben in den vergangenen Wochen bewiesen, dass wir da sind. Zuvor hatten wir uns im Trainerteam Gedanken darüber gemacht, wieso unsere Leistung in der zweiten Halbzeit deutlich abfällt. Und in Kassel liefern wir plötzlich eine überragende zweite Halbzeit ab. Ich spüre den Geist in der Truppe, den müssen wir am Leben halten", sagt Wiesinger.

Eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Saisonstart spüren auch die Spieler. "Man merkt einfach auf dem Platz, dass alle Rädchen immer besser ineinander greifen. Wir haben vor allem gegen Mannschaften, die sich weit in die eigene Hälfte zurückziehen, einen sehr guten Plan", sagt Innenverteidiger Tobias Feisthammel, der vielleicht die stärkste persönliche Entwicklung von allen Spielern hatte. Aus der Innenverteidigung ist der 27-Jährige kaum noch wegzudenken. "Jeder bekommt konkrete Aufgaben. Wir wissen durch Videoanalysen und Gesprächen mit dem Trainer im Prinzip alles über den Gegner", sagt Feisthammel.

Gewinnt die SVE auch das Topspiel gegen die Offenbacher Kickers, steht sie das erste Mal in dieser Saison auf einem Relegationsplatz. "Für mich ist das Spiel nur richtungweisend, aber nicht vorentscheidend. Dennoch setzen wir alles daran, um die Partie zu gewinnen", sagt Trainer Wiesinger.

Nach dem Offenbach-Spiel steht für die SVE im November noch das Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer Waldhof Mannheim an. Ansonsten haben die Elversberger gegen die besten Acht der Liga bereits gespielt. Ein Vorteil gegenüber den anderen Spitzenteams? Kapitän Thomas Birk hebt den Finger: "Das ist vielleicht auf dem Papier ein Vorteil, aber nicht auf dem Platz. Gerade in der vergangenen Saison haben wir gegen die vermeintlich schwächeren Teams die Punkte liegen lassen, die uns am Ende zur Relegation gefehlt haben."

Ob Mittelfeldspieler Matthias Cuntz und Stürmer Mijo Tunjic am Sonntag 100 Prozent geben können, ist noch unklar. Beide mussten in dieser Woche wegen Erkältungen mehrere Trainingseinheiten ausfallen lassen. Ansonsten stehen Wiesinger alle zur Verfügung.