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Regionalliga Südwest: „Ich dachte, wir sind schon weiter“

Regionalliga Südwest : „Ich dachte, wir sind schon weiter“

Elversbergs Trainer Neitzel ärgert sich über 0:1-Niederlage beim SC Freiburg II:

() Die SV Elversberg ist der große Verlierer des 13. Spieltages in der Fußball-Regionalliga Südwest. Eigentlich wollte die SVE an diesem Spieltag den Abstand zu den Relegationsplätzen verkürzen, doch nach der 0:1-Niederlage gestern beim SC Freiburg II beträgt der Abstand nun elf Punkte. Die SVE präsentierte sich schwach und hatte in den 90 Minuten keine klare Torchance. Das Tor des Tages für den SCF erzielte Christoph Daferner nach einem schlimmen Fehlpass von SVE-Kapitän Jan Washausen (59.). „Das Ding geht ganz klar auf meine Kappe. Ich dachte, der Gegenspieler wäre weiter weg. Es war insgesamt ein schwaches Spiel von uns“, sagte Washausen.

Nach dem 3:1-Sieg gegen Röchling Völklingen änderte Neitzel seine Startformation auf zwei Positionen. Für Bryan Gaul rückte Kapitän Washausen nach seiner Sperre wieder in die erste Elf, für Julius Perstaller stürmte Smail Morabit von Beginn an. Vor 800 Zuschauern im Freiburger Möslestadion zeigte die SVE vom Anpfiff weg, wo die Reise hingeht – nämlich nach vorne. Die SVE stellte die Hausherren weit in deren Hälfte zu. Sogar beim Torabstoß standen Kevin Koffi und Morabit direkt an der Strafraumgrenze und verhinderten das gegnerische Kurzpassspiel. Die Folge waren lange Bälle der Freiburger aus der eigenen Hälfte, mit denen die nicht gerade sprintstarken SVE-Innenverteidiger Kevin Maek und Marco Kofler so ihre Probleme hatten. Doch sowohl das frühe Pressing der SVE als auch die langen Bälle des SCF II blieben wirkungslos.

Die erste Halbzeit war über weite Strecken geprägt von einem harmlosen Mittelfeldgeplänkel, Strafraumszenen waren Mangelware. Während Freiburgs Torhüter Patric Klandt eine nahezu beschäftigungslose erste Halbzeit erlebte, musste SVE-Schlussmann Frank Lehmann einmal ernsthaft eingreifen. In der 41. Minute zog SCF-Stürmer Manolo Rodas Steeg aus 18 Metern volley ab, Lehmann konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Den anschließenden Eckball köpfte Freiburgs Ivan Sachanenko, bis vor Kurzem noch beim 1. FC Saarbrücken, aus fünf Metern völlig freistehend einen Meter neben das Tor. Glück für die SVE, die in den ersten 45 Minuten ohne Torchance blieb.

Mit SVE-Glück ging es auch in den zweiten Durchgang, in dem Niklas Hoffmann bereits nach 30 Sekunden die nächste dicke Chance für die Breisgauer hatte. Sein abgefälschter Schuss aus elf Metern klatschte allerdings gegen die Querlatte des Elversberger Tores. Mit freundlicher Unterstützung der SVE war es dann aber in der 59. Minute so weit. Kapitän Washausen spielte in der eigenen Hälfte einen Katastrophen-Flugball genau in den Fuß von Freiburgs Christoph Daferner. Der musste sich den Ball nur noch am SVE-Strafraum zurechtlegen und erzielte mit einem strammen Flachschuss genau ins linke, untere Eck das 1:0 für den Sportclub.

Neitzel reagierte sofort und brachte Stürmer Perstaller für Washausen. Doch es war ein gebrauchter Tag der SVE, die bis zum Schlusspfiff ohne Torchance blieb und Glück hatte, dass die Freiburger nicht noch höher gewannen. „Bei uns sind heute ganz einfache Dinge wieder schief gegangen. Ich dachte, wir sind schon weiter“, ärgerte sich Neitzel nach dem Spiel.