| 20:47 Uhr

Playoffs in der Ringer-Bundesliga
Hüttigweilers Hoffnungen leben noch

Hüttigweiler. Knappe Niederlage der ASV-Ringer im Achtelfinal-Hinkampf. KSV Köllerbach weiter ohne Probleme. Patric Cordier

Der ASV Hüttigweiler muss um das Weiterkommen in den Playoffs der Ringer-Bundesliga bangen. Die Mannschaft von Trainer Chistoph Gall unterlag am Samstag vor 500 Zuschauern in der Illtalhalle dem TV Triberg mit 14:15. „Es fehlte uns auch das notwendige Glück mit der ein oder anderen Wertung mehr. Triberg war da glücklicher“, sagte Gall, der mit Mihai Bradu auf einen seiner Besten verzichten musste: „Die Leistungsträger hatten heute taktische Probleme, dafür sind die Jungen in die Bresche gesprungen.“


So legte der erst 17 Jahre alte griechisch-römisch-Spezialist Steven Ecker seinen Gegner Alexandru Apostol in der Klasse bis 77 Kilo Freistil nach 63 Sekunden auf die Schultern. Erst 15 Jahre alt ist Jan Wolfanger. Er besiegte in der Klasse bis 61 Kilo greco Dominik Kitiratschky technisch überlegen. Kitiratschky hatte dabei drei Mal nach seinem Gegner geschlagen. Der dritte Nachwuchsmann Kevin Gremm unterlag zwar in der Klasse bis 75 Kilo gegen Benedikt Grimm. Der 16-jährige Saarländer war dabei nicht der schlechtere, sondern nur der unerfahrenere Ringer und gab nur zwei Mannschaftspunkte ab. „Die Leistung der Jungs war außerordentlich“, sagte Gall.

Außerordentlich ärgerlich war die Niederlage von Dennis Balaur gegen Ahmed Dudarov. Er führte Mitte der zweiten Runde bereits 4:0, gab den Kampf in der Klasse bis 98 Kilo Freistil aber Sekunden vor Schluss mit 4:5 her. „Da kämpfte die moldawische Nummer eins gegen die deutsche Nummer eins. Das ist internationales Top-Niveau. Den Vorsprung nochmal herzugeben, sollte nicht passieren. Aber das passiert ein Mal in 1000 Kämpfen – heute war es leider so“, sagte Gall: „Im Rückkampf stehen wir einen Tick stärker. Darum lebt die Hoffnung weiter.“

Das gilt auch für den KSV Köllerbach, der seinen Achtelfinalkampf beim RV Lübtheen klar mit 18:12 gewinnen konnte. Köllerbach war ohne Schwergewichts-Weltmeister Heiki Naibi angetreten. Für ihn rückte Victor Lörincz in die Klasse bis 130 Kilo im klassischen Stil. Der Köllerbacher siegte 4:0, holte damit zwei Mannschaftspunkte. Kommenden Samstag reist Hüttigweiler nach Triberg, der KSV hat um 19.30 Uhr Heimrecht gegen Lübtheen.