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HSV-Chef knöpft sich die Spieler vor

HSV-Chef knöpft sich die Spieler vor

Nach dem Debakel in Leverkusen hat Clubchef Dietmar Beiersdorfer Trainer-Debütant Peter Knäbel gestützt. Er kritisierte die Hamburger Profis: „Wenn wir uns so präsentieren, werden wir keine Chance haben, die Klasse zu halten.“

Dietmar Beiersdorfer rechnete am Tag nach der 0:4-Niederlage in der Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen mit den Spielern des Hamburger SV ab. Der HSV-Vorstandschef sagte gestern: "Wir müssen klar sagen: Wenn wir uns so präsentieren, wie wir uns präsentiert haben, dann werden wir keine Chance haben, die Klasse zu halten." Er stellte sich hinter Trainer-Debütant Peter Knäbel: "Besser kann man die Mannschaft auf ein Spiel nicht vorbereiten." Beiersdorfer knöpfte sich die Spieler vor - und hielt ihnen die Fans als Vorbilder vor Augen: "Ich kann nur den Hut davor ziehen, was sie in Leverkusen wieder geleistet haben. Das ist Haltung und Präsenz. Ich hoffe, dass das auf unsere Mannschaft abfärbt."

Dem Liga-Gründungsmitglied bleiben sieben Spiele, um den ersten Absturz in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Beiersdorfer fordert von den HSV-Profis: "In den restlichen Spielen müssen sie um ihr Leben kämpfen." Kapitän Johan Djourou klagte nach der Niederlage in Leverkusen: "Schlimm ist, dass wir nicht einmal kämpfen. Das Problem ist, wir gehen zu einfach unter." Knäbel hatte nach seinem verpatzten Einstand erklärt: "Heute hatten wir keine elf Männer auf dem Platz." Er will die Hau-Drauf-Methode aber vermeiden: "Man kann den Profis nicht sagen: ,Du kannst nichts, musst aber Spiele gewinnen'."

Der Nachfolger von Joe Zinnbauer kündigte personelle Konsequenzen für das Nordderby am kommenden Samstag gegen den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg (18.30 Uhr) an. "Ich habe gesehen, auf wen ich mich verlassen kann und auf wen nicht", sagte Knäbel. Der als Retter auf die Bank beorderte Sportchef, der erstmals nach 15 Jahren als Trainer im Einsatz war, versicherte trotz des 0:4-Debakels: "Ich habe mich sehr wohl gefühlt." Glauben mochte es ihm keiner nach der siebten sieglosen Partie des Hamburger SV und dem vierten Spiel in Serie ohne Tor. 16 Saisontreffer stehen nach 27 Spieltagen auf dem Konto des HSV.

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hintergrundThomas Tuchel hat RB Leipzig eine Absage erteilt. Das erklärte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick gestern. Tuchels Berater habe dem Club mitgeteilt, dass der 41-Jährige nicht in die 2. Liga gehe. An Tuchel, dessen ruhender Vertrag beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz am Saisonende ausläuft, ist unter anderem der Hamburger SV interessiert. Der HSV soll ihm bereits ein Angebot gemacht haben. sid/dpa