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HSG TVA/ATSV Saarbrücken holt Nicolas Gilscher von HSG Köllertal

Handball : HSG TVA/ATSV Saarbrücken will das Abwehr-Problem lösen

Die Saarbrücker Löwen brüllen wieder – zumindest zu Beginn der Präsentation, die Trainer Andreas Birk den Spielern der HSG TVA/ATSV Saarbrücken beim Start in die Vorbereitung vorgestellt hat. Darin hat er die vergangene Saison des Vize-Meisters der Saarlandliga analysiert sowie den Weg und das Ziel für die kommende vorgegeben.

Mit 29,8 Toren pro Spiel stellte seine Mannschaft den besten Angriff der Liga. „Das war gut, aber nicht gut genug, um ganz oben zu stehen“, sagt Birk. Er hat die Problemzone im Blick: „Wir haben im Schnitt 25,6 Gegentore bekommen. Das ist nur die sechstbeste Abwehrleistung. Meister HC Dillingen/Diefflen hat 100 Tore weniger bekommen. Abwehr ist also für uns die Aufgabe der Saison.“ Daran arbeiten die mehr als 40 Spieler aus den beiden aktiven Mannschaften und der A-Jugend in zwölf Wochen Vorbereitung.

In der vergangenen Saison fehlten zeitweise bis zu sieben Stammspieler. „Dass einige fehlten, war nicht nur ein Nachteil, denn dadurch sind alle noch enger zusammengerückt“, sagt Birk, der den nächsten Schritt mit seiner Mannschaft machen will: „Wir können es reißen, wenn jeder Gas gibt. Jeder muss da sein – nicht weil ich das als Trainer sage, sondern weil jeder es selbst will.“

Neben den Langzeitverletzten, die nach und nach in den Kader der HSG-Löwen zurückkehren, gibt es ein neues Gesicht. Nicolas Gilscher kam von der HSG Köllertal. Mit 1,93 Metern und 95 Kilogramm soll der 27-jährige Polizist im linken Rückraum eingesetzt werden. „Ich habe in Riegelsberg mit dem Handball angefangen, es dann zehn Jahre leistungsmäßig betrieben“, erzählt der frühere Absolvent der Eliteschule des Sports am Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium: „Als ich nach der A-Jugend bei der HG Saarlouis den Schritt in die erste Mannschaft machen sollte, habe ich mich für die Ausbildung bei der Polizei entschieden.“ Handball nur zum Spaß war ihm dann aber nun zu wenig. Und weil Frau und Kind bei der HSG aktiv sind, war der Weg nach Saarbrücken eigentlich vorprogrammiert. „Die Truppe ist mega, ich habe richtig Bock durchzustarten“, sagt Gilscher, der ergänzt: „Die Vorbereitung wird ein strammes Programm, aber bestimmt nicht langweilig.“

Von Gerüchten um hohe Investitionen bei Liga-Konkurrenten lässt sich Trainer Birk nicht erschrecken. „Wir haben diese Mannschaft gemeinsam aufgebaut und nicht zusammengekauft“, sagt er mit Blick auf die gewachsene Einheit, die trotz Augenmerk auf die Defensive wieder mit Tempo-Handball erneut ganz vorne mitspielen möchte. Oder wie Gilscher sagt: „Es wird Zeit für die Spitze.“ Die Löwen brüllen laut. Zubeißen wollen sie dann am 31. August ab 20 Uhr beim Liga-Start bei der HSG Nordsaar.