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HSG TVA/ATSV Saarbrücken feiert 31:23-Heimsieg gegen ASC Quierschied

Handball-Saarlandliga : HSG Saarbrücken besiegt Angstgegner ASC Quierschied

Der Handball-Saarlandligist feiert einen 31:23-Heimsieg. Am 25. Januar steht bereits das Rückspiel auf dem Programm.

Derby-Sieg gegen den Angstgegner – besser kann ein Handball-Jahr nicht beginnen. Zumindest für die Frauen der HSG TVA/ATSV Saarbrücken. Die besiegten im Nachholspiel der Saarlandliga am Sonntag vor knapp 100 Zuschauern zuhause in der Rastbachtalhalle den ASC Quierschied mit 31:23 (19:16). „Im letzten Jahr haben wir noch beide Spiele gegen die Quierschiederinnen verloren“, sagt Saarbrückens Trainer Heinz Guthörl. Er ergänzt: „Auch diesmal war es von Anfang an ein schweres Stück Arbeit.“

Die Gastgeberinnen begannen mit einer offensiven Deckung – auch um die Kreise von Quierschieds Rück­raumspielerin Svenja Hirth einzuengen. Das gelang nicht wirklich, denn dadurch wurden die Lücken im Deckungsverband größer, als die Spielerinnen sie zulaufen konnten. „Wir hatten ein paar Personalprobleme im Rückraum“, erklärt ASC-Trainer Max Brückerhoff, „darum haben wir es mit zwei Kreisläufern versucht“. Zunächst mit Erfolg. Denn nach zwölf Minuten führten die Gäste mit 7:3.

HSG-Trainer Guthörl nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft besser einzustellen. Die Umsetzung der Anweisungen dauerte aber bis zur 22. Minute. Bis dahin bissen sich die Saarbrückerinnen an Quierschieds Torfrau Selina Kohlenberg die Zähne aus. Dann glich Saarbrückens Katja Jungbluth zum 12:12 aus. Wenig später brachte Emma Lesch die Gastgeberinnen erstmals in Führung.

„Wir haben dann einfachen Handball gespiel“, sagt Guthörl. Allen voran Linksaußen Jungbluth. Die Physiotherapeutin der ersten Herren-Mannschaft spielt normalerweise bei den Damen II und war erst 90 Minuten vor dem Spiel nachnominiert worden. Mit ihren vier Toren vor der Pause hatte sie großen Anteil an der Vorentscheidung – aber auch am zerfahrenen Spiel in der zweiten Halbzeit. Denn innerhalb weniger Minuten handelte sich Jungbluth etwas übermotiviert drei Zeitstrafen ein – das bedeutete die Disqualifikation.

Doch auch die Gäste dezimierten sich mit schöner Regelmäßigkeit selbst. „So kam einfach kein Spielfluss mehr auf“, hadert Brückerhoff. Da half es nichts, dass seine Mannschaft nach der Pause zunächst wieder in die Ordnung zurückgefunden hatte. Die Gastgeberinnen konnten die Ausfälle besser verkraften als die konditionell limitierten Quierschiederinnen. Die HSG TVA/ATSV Saarbrücken baute den Drei-Tore-Vorsprung zur Pause (19:16) in der Schlussviertelstunde bis auf 31:23 aus. Nele Dillo mit acht und Jana Maximini mit sieben Treffern waren die erfolgreichsten Werferinnen der HSG. Bei den Gästen war Svenja Hirth elfmal erfolgreich, davon siebenmal per Strafwurf.

Mit dem Heimsieg im Derby ist die HSG TVA/ATSV Saarbrücken in der Tabelle auf Platz zwei geklettert. Der ASC Quierschied bleibt Tabellensiebter. „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Guthörl. Ergänzt jedoch auch: „Aber wir hätten das Spiel viel früher entscheiden können, haben zu viele Chancen ausgelassen und auch in der Abwehr nicht richtig zugepackt. Aber in zwei Wochen haben wir ja schon die Chance, alles besser zu machen.“ Denn am Samstag, 25. Januar, steigt um 20 Uhr in der Taubenfeldhalle bereits das Rückspiel in Quierschied. Zuvor spielt der ASC am Samstag, 18. Januar, um 18 Uhr beim Tabellenvierten HG Saarlouis und die Saarbrückerinnen erwarten zeitgleich den Tabellenzehnten TV Birkenfeld/Nohfelden.