Darts: Hopp will die Nummer eins werden

Darts : Hopp will die Nummer eins werden

Der deutsche Darts-Profi ist in der Form seines Lebens – trotz Pleite auf Schalke.

Die Weltrekordparty auf Schalke kam gerade in Gang, da stand Deutschlands Darts-Hoffnung Max Hopp schon in den Katakomben der Gelsenkirchener Fußball-Arena und erklärte sein Erstrunden-Aus. Doch obwohl die noch nie dagewesene Kulisse von 20 210 Zuschauern den 21 Jahre alten Idsteiner nicht zur Sensation treiben konnte, bewies er: Der „Maximiser“ befindet sich in der Form seines Lebens und fühlt sich bereit für den ganz großen Wurf.

Die Enttäuschung über seine frühe Niederlage beim German Darts Masters gegen den Weltranglistenersten Michael van Gerwen war entsprechend nur von kurzer Dauer – schließlich hatte er dem Dominator wacker die Stirn geboten: „Es wird der Tag kommen, an dem ich ihn besiege, und den werde ich genießen“, sagte Hopp nach seiner fünften Niederlage im fünften Duell mit dem zweimaligen WM-Champion.

So nah wie beim 4:6 vor dem größten Darts-Publikum der Geschichte hatte Hopp den Niederländer noch nie an den Rand einer Niederlage gebracht. „In den entscheidenden Momenten zeigt sich, wer die Nummer eins der Welt ist“, sagte er später anerkennend in Richtung van Gerwen. Doch das Ziel ist klar. „Ich hoffe, eines Tages seinen Platz einnehmen zu können“, sagte Hopp forsch.

Der Jugend-Weltmeister von 2015 strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Im April hatte er als erster Deutscher ein Turnier der Professional Darts Corporation (PDC) gewonnen, die German Open in Saarbrücken. „Ich wusste schon immer, was ich kann. Jetzt weiß ich, dass ich es auch in entscheidenden Momenten abrufen kann“, sagte er. Das zeigte Hopp damals, als er im April im Finale in der Saarlandhalle mit 3:6 gegen Michael Smith (England) in Rückstand gelegen hatte, um am Ende mit 8:7 als Sieger von der Bühne zu gehen. „Das Gefühl, ein Champion zu sein, macht süchtig, weil es eine Bestätigung der harten Arbeit ist“, sagte Hopp, für den mit dem World Cup of Darts in Frankfurt (1. bis 3. Juni) der nächste Saisonhöhepunkt bevorsteht. Beim einzigen Teamwettbewerb der PDC tritt Hopp mit Martin Schindler für Deutschland an.

Auf Schalke siegte der Österreicher Mensur Suljovic. Er besiegte im Finale den Belgier Dimitri van den Bergh 8:2.

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