Homburger Maek will den Spitzenreiter FCS weiter jagen

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Regionalliga Südwest : Maek will den Spitzenreiter FCS weiter jagen

Fußball-Regionalligist FC Homburg glaubt an seine Titelchance. An diesem Samstag geht es zum FC Astoria Walldorf.

Kevin Maek ist ein Spieler, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält. Als der Innenverteidiger im Sommer 2018 zum Fußball-Regionalligisten FC Homburg wechselte, ließ er keinen Zweifel daran, wie seine sportlichen Ambitionen aussehen: Aufstieg in die 3. Liga.

Von diesem Ziel ist der 30-Jährige bis heute nicht abgerückt. „Sicher ist auch der zweite oder dritte Platz besser, als irgendwo dahinterzustehen. Aber im Endeffekt spielt nur der erste Platz eine Rolle. Nur dort kann man aufsteigen“, sagt Maek. Trotz der acht Punkte, die Tabellenführer 1. FC Saarbrücken vor dem viertplatzierten FCH liegt, hat Maek den Kampf um die Spitze noch längst nicht aufgegeben. „Wir erhoffen uns natürlich, noch mal ranzukommen. Ziel muss es sein, dranzubleiben und den Abstand zu verkürzen“, sagt der gebürtige Berliner.

An diesem Samstag um 14 Uhr nehmen die Grün-Weißen beim FC Astoria Walldorf den nächsten Anlauf, sich punktemäßig an den Ligaprimus heranzupirschen. Voraussetzung dafür ist zunächst ein Sieg beim Tabellenachten. Die Statistik spricht dabei eindeutig für den FCH. Im direkten Vergleich gab es fünf Homburger Siege und zwei Unentschieden. Die einzige Niederlage gegen Walldorf liegt schon dreieinhalb Jahre zurück. Trotzdem wird die Aufgabe laut Maek schwer genug: „Gerade in Walldorf ist es immer unangenehm zu spielen. Aber wir wollen natürlich unsere Serie fortsetzen.“

Seit acht Spieltagen ist der FCH unbesiegt, davon gingen die Saarpfälzer sieben Mal als Sieger vom Platz. In den vergangenen beiden Partien zeigten die Homburger dazu auch die spielerische Souveränität, die trotz aller Erfolge zuvor lange gefehlt hatte. Das Problem für den FCH ist, dass Saarbrücken mit exakt der gleichen Bilanz in diesem Zeitraum bislang den Abstand konstant hält. So liegt die Hoffnung beim FCH nicht nur darauf, die eigene Erfolgsgeschichte in Walldorf fortzuschreiben, sondern auch darauf, dass der FCS im Heimspiel gegen Kickers Offenbach Punkte liegen lässt.

Personell muss FCH-Trainer Jürgen Luginger auf die Mittelfeldspieler Ihab Darwiche wegen eines grippalen Infekts und auf Serkan Göcer, der aus privaten Gründen nicht dabeisein wird, verzichten. Ob Stürmer Damjan Marceta, der Probleme mit der Achillessehne hat, spielen kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Fehlt Marceta, könnten sich die Chancen für Marcel Carl erhöhen. Der vor der Saison vom FCS gekommene Mittelstürmer, der vier Jahre lang das Walldorfer Trikot trug und dort seine erfolgreichste Zeit hatte, spielte – abgesehen von einem 90-minütigen Einsatz beim 4:0-Sieg gegen den Verbandsligisten FV Siersburg im Saarlandpokal – zuletzt gar keine Rolle mehr. Luginger attestiert Carl, „Gas zu geben und sich reinzuhauen im Training“, bleibt bei der Frage nach der Perspektive des Spielers aber zurückhaltend: „Man hat gesehen, dass andere das sehr gut gemacht haben. Marcel muss auf seine Chance warten.“

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