Hoffenheims Neu-Trainer Gisdol kündigt radikalen Schnitt an

Sinsheim. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim wird nach dem Ende der Saison wohl mehr Millionen für Abfindungen als für Neuzugänge ausgeben müssen. Der neue Trainer Markus Gisdol deutete an, dass zahlreiche Profis aus dem mehr als 30 Spieler zählenden Kader den Club verlassen müssen. Die Ligazugehörigkeit spielt dabei keine Rolle

Sinsheim. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim wird nach dem Ende der Saison wohl mehr Millionen für Abfindungen als für Neuzugänge ausgeben müssen. Der neue Trainer Markus Gisdol deutete an, dass zahlreiche Profis aus dem mehr als 30 Spieler zählenden Kader den Club verlassen müssen. Die Ligazugehörigkeit spielt dabei keine Rolle. "Nach der Saison werden wir einen Strich machen und festlegen, welche Spieler zu uns passen und welche nicht", sagte Gisdol vor dem Punktspiel am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky).Zu den Streichkandidaten beim Tabellenvorletzten gehört auch Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese. "Ich habe ihm erklärt, dass Koen Casteels sportlich meine Nummer eins ist. Was nach der Saison passiert, werden wir sehen", sagte Gisdol, der das Team mit eigenen Nachwuchskräften auffüllen will und lediglich mit drei bis vier Neuzugängen von außen plant.

Der 43-Jährige betonte, dass der Ligaverbleib nicht sein erstes Anliegen ist: "Es wäre schön, wenn wir drin bleiben könnten. Wenn nicht - auch nicht schlimm. Wir müssen wieder mittel- und langfristig denken. Ich arbeite so, als ob ich einen unbefristeten Vertrag hätte." sid