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Hoffen auf das WunderZehn Spiele bis zum Titel

Hoffen auf das WunderZehn Spiele bis zum Titel

Varazdin. Die Hiobsbotschaft verkündete Heiner Brand mit ernster Miene: Der Einsatz von Spielmacher Michael Kraus im Auftaktspiel des Weltmeisters gegen Russland an diesem Samstag (17.30 Uhr/RTL) ist fast ausgeschlossen. Schlimmer noch: Wegen der Wadenverletzung droht dem Lemgoer gar das Aus für die gesamte Vorrunde der Handball-WM in Kroatien

Varazdin. Die Hiobsbotschaft verkündete Heiner Brand mit ernster Miene: Der Einsatz von Spielmacher Michael Kraus im Auftaktspiel des Weltmeisters gegen Russland an diesem Samstag (17.30 Uhr/RTL) ist fast ausgeschlossen. Schlimmer noch: Wegen der Wadenverletzung droht dem Lemgoer gar das Aus für die gesamte Vorrunde der Handball-WM in Kroatien. "Ob er überhaupt auf den Meldezettel kommt, hängt davon ab, wann er einsatzfähig sein kann. Da warten wir mal bis Samstagfrüh ab", sagte Bundestrainer Brand am Freitag.

Ausgerechnet im Weg weisenden Spiel gegen Russland muss der Titelverteidiger ohne seinen Regisseur auskommen. "Das wäre sicherlich ein bisschen früh. Vielleicht gibt es ja noch ein Wunder", sagte Brand. Die Besetzung der Schlüsselposition bereitete ihm Kopfzerbrechen, denn bis Samstagmorgen um neun Uhr musste er den maximal 16 Spieler umfassenden Kader endgültig benennen.

Durch den sich abzeichnenden Ausfall von Kraus steht dessen junger Lemgoer Clubkollege Martin Strobel vor der Feuertaufe. "Wenn ,Mimi' nicht spielen kann, ist er die Nummer eins", sagte Brand. Der Junioren-Europameister von 2006 hat gerade einmal 20 Länderspiele absolviert und bestreitet in Kroatien sein erstes großes Turnier bei den Männern. "Der Junge ist 22 Jahre alt und hat nicht viel Erfahrung. Da muss man sehen, wie er sich schlägt", sagte Brand.

Michael Kraus, der sich die Wadenverletzung am vorigen Sonntag im letzten WM-Test gegen Spanien (17:28) zugezogen hatte, absolvierte unter der Aufsicht von Mannschaftsarzt und Physiotherapeut Einzeltraining mit Laufübungen. dpa

Varazdin. Zehn Spiele muss der künftige Titelträger bei der Handball-WM in Kroatien bestreiten. Fünf Partien in der Vorrunde folgen drei in der Hauptrunde sowie Halbfinale und Endspiel. Bei der WM vor zwei Jahren in Deutschland gab es noch ein Viertelfinale.

Gespielt wird mit 24 Mannschaften in vier Sechser-Gruppen in Osijek (A), Split (B), Varazdin (C mit Deutschland) und Porec (D). Die ersten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde. Diese wird in zwei Sechser-Gruppen in Zagreb (A+B) und Zadar (C+D) gespielt. Der Erste und der Zweite ermitteln in Zagreb und Split über Kreuz im Halbfinale die Teilnehmer für das Endspiel in Zagreb. Die Verlierer bestreiten das Spiel um Platz drei. Die beiden Gruppen-Dritten kämpfen um Platz fünf, die Vierten um Platz sieben und so weiter. Die letzten drei Mannschaften jeder Vorrundengruppe spielen in Porec und Pula um die Plätze 13 bis 24.

Zu jeder Mannschaft gehören maximal 16 Spieler. Bis 24 Stunden vor Turnierbeginn mussten mindestens 15 Akteure fest nominiert sein. dpa

Kroatien tat sich im Auftaktspiel gegen Südkorea am Freitagabend unerwartet schwer. Am Ende konnte sich der Gastgeber jedoch knapp mit 27:26 (14:13) durchsetzen.

Auf einen Blick

Gruppen und Spiele an diesem Wochenende:

Gruppe A: Samstag, 17. Januar: Slowakei - Argentinien (16.30 Uhr), Ungarn - Australien (18.30 Uhr) Frankreich - Rumänien (20.30 Uhr); Sonntag, 18. Januar: Australien - Slowakei (15 Uhr) Rumänien - Ungarn (17 Uhr) Argentinien - Frankreich (19 Uhr). Gruppe B: Samstag: Spanien - Kuwait (16.30 Uhr), Schweden - Kuba (18.30 Uhr); Sonntag, Kuba - Spanien (16.30 Uhr) Südkorea - Schweden (18.30 Uhr) Kuwait - Kroatien (20.30 Uhr). Gruppe C: Samstag: Polen - Algerien (15.30 Uhr), Deutschland - Russland (17.30 Uhr), Mazedonien - Tunesien (19.30 Uhr); Sonntag: Algerien - Mazedonien (15.30 Uhr), Tunesien - Deutschland (17.30 Uhr), Russland - Polen (19.30 Uhr). Gruppe D: Samstag: Norwegen - Saudi-Arabien (16.15 Uhr), Ägypten - Serbien (18.15 Uhr), Dänemark - Brasilien (20.15 Uhr); Sonntag: Brasilien - Norwegen (16.15 Uhr), Saudi-Arabien - Ägypten (18.15 Uhr), Serbien - Dänemark (20.15 Uhr). dpa