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Auch in Moskau läuft es nicht rund
Höwedes schweigt vor seinem ersten Spiel gegen Schalke

Gelsenkirchen. 508 Tage nach seinem letzten Spiel für den FC Schalke 04 trifft Benedikt Höwedes erstmals als Gegner auf Königsblau. Doch das Wiedersehen mit „seinem“ Verein hatte sich der Weltmeister von 2014 anders vorgestellt. sid

Die Gelsenkirchener, bei denen er fast 17 Jahre lang spielte, haben nach ihrem Horrorstart in der Bundesliga gerade den ersten kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Und ihr langjähriger Kapitän kommt mit Lokomotive Moskau auch noch nicht richtig in Schwung.


Zuerst saß Höwedes draußen. Und als er spielte, hagelte es für den russischen Meister Gegentore – beim 0:3 in der Champions League bei Galatasaray Istanbul ebenso wie beim 3:5 in der Liga bei Spitzenreiter Zenit St. Petersburg. Erst am Samstag beim 2:0 gegen Achmat Grosny stand die Abwehr um Höwedes stabil. Als Tabellensechster steht Loko immerhin deutlich besser da als Schalke auf Rang 17.

Vor dem Champions-League-Duell an diesem Mittwoch (18.55 Uhr/DAZN) sind die Probleme bei beiden Clubs groß. Und vor seinem ersten Spiel gegen den Verein, bei dem er 2007 in der Champions League sein Profidebüt gab und für den er am 13. Mai 2017 seine 335. und letzte Partie bestritt, schweigt Höwedes. Der 30-Jährige lehnte alle Interviewanfragen ab. Weder zum Schalker Fehlstart noch zu seiner Ausbootung unter Trainer Domenico Tedesco wollte er sich äußern.



Tedesco hatte Höwedes kurz nach seinem Amtsantritt 2017 die Kapitänsbinde abgenommen und empörte die Fans, als er ihm beim Wechsel zu Juventus Turin nachrief: „Reisende soll man nicht aufhalten.“ Der bitter enttäuschte Höwedes konterte damals: „Reisende kann man aufhalten, wenn man will.“