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Höfl-Riesch schwebt „auf Wolke sieben“ in die heutige Abfahrt

Höfl-Riesch schwebt „auf Wolke sieben“ in die heutige Abfahrt

Jetzt scheint für Maria Höfl-Riesch alles möglich. Beflügelt vom Kombinations-Gold stehen die nächsten Chancen an. „Auf Wolke sieben“, glaubt Markus Wasmeier, gehe Höfl-Riesch als Mitfavoritin die Abfahrt an.

Nach der emotionalen Gold-Gala kam Ski-Königin Maria Höfl-Riesch die Verschnaufpause vor der Abfahrt gerade recht. "Ganz gut" tat der freie Dienstag der nun dreimaligen Olympiasiegerin, die am Tag ihres Kombinations-Triumphes erst nach Mitternacht ins Bett gekommen war. Nur kurz konnte die 29-Jährige Kräfte sammeln für den anvisierten Coup auf eine "Wunschmedaille".

Wird es jetzt eine Goldjagd für Höfl-Riesch in Sotschi? Knackt sie vielleicht sogar die Rekorde von Katja Seizinger und Janica Kostelic? Oder macht sie gleich bis 2018 weiter? Zumindest bei der letzten Frage musste die Fahnenträgerin mit der Medaille um den Hals lachen. "Lieber wäre mir hier noch mal eine Siegerehrung, 2018 eher nicht, nein", erklärte Höfl-Riesch vor der heutigen Abfahrt (8 Uhr).

"Die Maria ist auf Wolke sieben", erklärte Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier, der der 29-Jährigen in den Bergen von Krasnaja Poljana nun nahezu alles zutraut. Und sie selbst? Befreit von einer Last gehe sie an den Abfahrtsstart. "Man kann gar nicht beschreiben, was einem da für Felsbrocken vom Herzen fallen", schilderte Höfl-Riesch ihr Innenleben: "Ich glaube, mit der Medaille im Rücken kann ich vielleicht noch ein bisschen lockerer die Abfahrt fahren." In der Vorbereitung auf heute wollte sich Höfl-Riesch "ein gutes Video anschauen", also die Fahrt einer der Trainingsschnellsten.

Der Kreis der Anwärterinnen auf Abfahrtsgold und damit die Nachfolge der verletzten Amerikanerin Lindsey Vonn ist groß wie selten. Von Lara Gut (Schweiz) über Julia Mancuso (USA) bis hinzu einer ganzen Reihe von Österreicherinnen - das Starterfeld ist ungewöhnlich ausgeglichen. Auch Riesenslalom-Spezialistin Viktoria Rebensburg tritt an. Höfl-Riesch würde ein viertes Gold zur erfolgreichsten deutschen Olympia-Alpinen machen, weltweit hätte dann nur noch die Kroatin Janica Kostelic (4-2-0) eine bessere Bilanz.