Historische Pleite für den THW Kiel im Pokal-Achtelfinale

Historische Pleite für den THW Kiel im Pokal-Achtelfinale

Ausgelassen tanzten die Spieler und Verantwortlichen der Rhein-Neckar Löwen über das Parkett der Sparkassen-Arena. Die Mannheimer Handballer wussten, dass ihnen mit dem 32:30 (16:14)-Erfolg im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den THW Kiel etwas ganz Besonderes gelungen war.

Für die Löwen war es am Mittwochabend ein Sieg mit historischen Dimensionen, denn der Rekord-Pokalsieger aus Kiel hatte in diesem Wettbewerb zuletzt 18 Spiele und drei Titel in Serie gewonnen. Die letzte Heimniederlage im Pokal liegt sogar schon mehr als 23 Jahre zurück. Am 24. November 1990 hatte der neunmalige Cupgewinner in der damals noch Ostsee-Halle genannten Arena mit 15:25 gegen den TuSEM Essen verloren.

Entsprechend gelöst war dann die Stimmung bei den Löwen: "Unfassbar, unglaublich, der Wahnsinn. Ist das geil!", verbreiteten die Löwen über Facebook. Eher sachlich fiel die Analyse von Trainer Gudmundur Gudmundsson aus: "Das war heute ein super Spiel auf sehr hohem Niveau. Wir haben das sehr gut gemacht." Patrick Groetzki fand den Erfolg "einfach überragend". Der Löwen-Rechtsaußen war bei der bislang letzten Heimniederlage der Kieler im Pokal gerade einmal 16 Monate alt.

Das Scheitern der Kieler und auch von Champions-League-Sieger HSV Hamburg, der bereits eine Runde zuvor gegen Frisch Auf Göppingen ausgeschieden war, ist ein deutliches Indiz dafür, wie ausgeglichen es in dieser Spielzeit in der Spitze des deutschen Handballs zugeht.