| 21:10 Uhr

2. Handball-Bundesliga
HGS braucht einen Sieg – egal wie

Saarlouis. Handball-Zweitliga-Schlusslicht HG Saarlouis empfängt an diesem Samstag den EHV Aue, einen direkten Gegner im Kampf um den Klassenverbleib.

Während das Wetter derzeit sehr wechselhaft daherkommt, hängen über der Saarlouiser Stadtgartenhalle, bildhaft gesprochen, schon länger dunkle Wolken. Jedenfalls und vor allem mit Blick auf die Tabellensituation des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis. Der hat an diesem Samstag um 19.30 Uhr sein erstes Heimspiel des Jahres und empfängt als Tabellenletzter den Abstiegskampf-Konkurrenten EHV Aue (16. Platz).


„Sonnig bewölkt“, beschreibt HG-Trainer Philipp Kessler seine Gemütslage: „Im Training scheint schon eher die Sonne. Wir haben in letzter Zeit einiges verbessert. Die eine oder andere Wolke kommt auf, wenn ich an so manche Spiel­szene zurückdenke.“ Vor allem die phasenweise eklatante Abschlussschwäche treibt ihn um. Akribische Vorbereitung soll diese mindern. „Die Spieler sollen sich die gegnerischen Torhüter genau anschauen und wissen, was sie machen. In Stresssituationen greifen Spieler und Torhüter immer wieder auf die gleichen Muster zurück“, erklärt Kessler, „darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Beim kommenden Gegner Aue hat sich die düstere Wolkendecke der Hinrunde spürbar aufgelockert. Neun ihrer 13 Punkte holten die Erzgebirgler aus den letzten fünf Partien 2017. Das erste Spiel 2018 wurde gegen den ASV Hamm-Westfalen (Platz vier) denkbar knapp mit 28:29 verloren. Zentraler Mann in der Abwehr, torgefährlichster im Angriff ist der erfahrene Marc Pechstein im linken Rückraum. „Zudem ist Spielmacher und Kapitän Eric Meinhardt nach langer Verletzungspause zurück. Er sucht das Eins-gegen-Eins und reißt so Lücken“, weiß Kessler und prophezeit für den Samstag: „Das wird ein packendes Spiel, ein richtiger Kampf, bei dem wir unsere Fans brauchen. In Aue sind die Spiele immer sehr kampfbetont, es ist unangenehm, dort zu spielen. Und genau das wollen wir den Gästen am Samstag bei uns zu Hause bieten.“ Fest steht: Die HG muss gewinnen, so oder so. Sonst werden sich die Wolken über der Stadtgartenhalle noch dunkler färben.