| 20:22 Uhr

2. Handball-Bundesliga
HG Saarlouis soll sich fühlen wie bei einem Heimspiel

Saarlouis. Handballer spielen beim VfL Lübeck-Schwartau. Von Sebastian Zenner

Am Freitag um 13 Uhr machte sich der Mannschaftsbus der HG Saarlouis auf in den hohen Norden. Dort wird das akut abstiegsgefährdete Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga an diesem Samstag um 19 Uhr vom Tabellenvierten VfL Lübeck-Schwartau empfangen. „Die Trainingsarbeit in dieser Woche war nicht gerade optimal“, hadert HG-Trainer Philipp Kessler, der auf Yann Polydore wegen muskulärer Probleme im Adduktorenbereich verzichten muss. Torwart Darius Jonczyk steht dagegen nach überstandenen Knieproblemen wieder zur Verfügung.


Das jüngste Duell mit Tabellenführer Bergischer HC, das die HG mit 24:28 verlor, steckte vielen Akteuren hartnäckiger in den Knochen als üblich. Auch die knapp 800 Kilometer lange Anfahrt ist nicht gerade förderlich. „Wir werden vor Ort alles so gestalten, dass sich die Spieler so wohlfühlen wie bei einem Heimspiel“, sagt Kessler – wohl wissend, dass seine Mannschaft in dieser Saison auswärts noch keinen einzigen Sieg holen konnte.

Das Prunkstück der Gastgeber, die letzte Woche beim Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen einen 28:26-Erfolg feiern konnten, ist die hoch gewachsene und kompakte Abwehr mit dem starken Schlussmann Dennis Klockmann. „Der VfL kann quasi zwei Mannschaften ohne Qualitätsabfall auf das Feld schicken. Trotzdem ist gegen die was drin. Das haben wir im Hinspiel gezeigt, als wir sie deutlich mit 25:17 geschlagen haben“, erinnert Kessler: „Dieser Gegner liegt uns. Außerdem wollen wir daran anknüpfen, was wir zuletzt gut gemacht haben.“ Dazu zählt er die Einstellung in der Abwehr, gute Torhüter-Leistungen und erfolgreiches Tempospiel. Was die HG aber braucht, sind Punkte.