HG Saarlouis hält beim Spitzenreiter lange gut mit

Lübbecke · 27:32 in Lübbecke: Am Ende geht der HGS die Kraft aus.

Durchaus achtbar geschlagen, aber keine Punkte: So lautet das Fazit von Handball-Zweitligist HG Saarlouis nach dem Auftritt am Samstagabend bei Klassenprimus TuS N-Lübbecke. Das Team von Co-Trainer Philipp Kessler, der an der Seitenlinie wieder die Aufgaben des noch erkrankten, aber mitgereisten Cheftrainers Jörg Bohrmann übernahm, unterlag mit 27:32 (15:18). Lange Zeit aber hielten die Gäste aus dem Saarland die Partie offen.

"Es war von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe", fand Kessler. "Unser Konzept hat gut funktioniert. Allerdings hatten wir in manchen Phasen auch etwas Pech. Bei einem Gegner mit so großer Qualität wird das sofort bestraft." Bis zur 14. Minute legte die HG jeweils vor und führte mit 8:7. Dann packte TuS-Torwart Peter Tatai einige tolle Paraden aus und schaffte damit die Grundlage für die 18:15-Pausenführung seines Teams. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Saarlouis trotz einer Unterzahl-Situation zurück und glich in der 44. Minute durch einen Doppelschlag von Martin Murawski zum 22:22 aus. "In dieser Phase hätten wir versuchen müssen, den Sack zuzumachen. Aber dann sind uns kleine Fehler unterlaufen, die Lübbecke sehr clever genutzt hat", erklärte Kessler. In der Folge war es wieder Tatai, der den Spielverlauf mit entscheidenden Aktionen prägte. Die Heim-Mannschaft setzte sich binnen drei Minuten erneut ab (25:22) und baute den Vorsprung bis zum Abpfiff auf 32:27 aus.

"Gegen Ende merkte man uns schon den Kräfteverschleiß an", stellte Philipp Kessler fest. Fast die halbe Saarlouiser Mannschaft hatte in den vergangenen zwei Wochen mit hartnäckigen Grippeviren zu kämpfen. Darunter auch Kessler selbst, der am Samstag nicht zum Einsatz kam.