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HG Saarlouis geht gegen Dansenberg die Puste aus

Handball : HG Saarlouis geht gegen Dansenberg die Puste aus

Handball-Drittligist verliert das Topspiel mit 21:27.

50 Minuten lang boten die Handballer der HG Saarlouis dem Favoriten einen großen Kampf – doch am Ende sind es die Gäste vom TuS Dansenberg, die vor 520 Fans in der Saarlouiser Stadtgartenhalle in Feierlaune sind. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandieren die Kaiserslauterer lautstark, während sie im Kreis über das Parkett tanzen. Im dritten Spiel der 3. Handball-Liga bekam die HG am Samstag ihre Grenzen aufgezeigt.

Nach der 21:27 (11:10)-Niederlage gegen den alten und neuen Spitzenreiter war die Enttäuschung bei der HG Saarlouis groß. „Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser. Am Ende ist uns aber leider die Puste ausgegangen – das hat der Gegner eiskalt bestraft“, blickte Linksaußen Tommy Wirtz auf den bitteren Verlauf der letzten zehn Minuten, in denen Dansenberg eine lange offene Partie noch klar für sich entschied.

Nach dem 18:18-Ausgleich durch Niklas Louis, der wegen des Ausfalls von Kapitän Philipp Leist auf Rechtsaußen agierte (50. Minute), lief bei Saarlouis nichts mehr zusammen. An Dansenbergs Torwart Kevin Klier gab es plötzlich kein Vorbeikommen mehr. Die Gäste fuhren einen Gegenstoß nach dem anderen – und zogen binnen kürzester Zeit entscheidend auf 25:18 (57.) davon. „In der zweiten Hälfte hatten wir keine Tiefe mehr in unseren Aktionen“, haderte HG-Trainer Philipp Kessler: „In der letzten Viertelstunde kam überhaupt kein Druck aus dem Rückraum. Wir waren nicht mehr in der Lage, Chancen zu kreieren. Vielleicht war für den ein oder anderen der Druck auf dem Kessel zu groß.“

Dabei sah es lange so aus, als könne sein Team dem Topfavorit tatsächlich ein Bein stellen, speziell in Halbzeit eins. Wie schon beim Heimdebüt gegen Haßloch (28:22) überzeugte die HG Saarlouis mit einer starken Abwehr. Wladislaw Kurotschkin und Adel Rastoder im Innenblock hatten ihre Defensive voll im Griff, dahinter glänzte Torwart Patrick Schulz mit einer Parade nach der anderen. Folge: Nach dem 6:6 (17.) setzte sich die HG durch je zwei Treffer ihrer Topwerfer Wirtz (7/2) und Tom Paetow (fünf Tore) auf 10:6 ab (24.) – die Stimmung im Stadtgarten war auf dem Höhepunkt. Doch schon vor der Halbzeit fehlte dem jungen Saarlouiser Team jene Kaltschnäuzigkeit des Gegners. Der kam heran und gewann später.