| 21:49 Uhr

DHB-Pokal
HG Saarlouis erlebt im Pokal ein absolutes Debakel

Pfullingen. Der Drittligist verliert mit 11:36 gegen Bergischen HC. Von David Benedyczuk

Die Erwartungen waren von vornherein gering, das Ergebnis dennoch niederschmetternd: Handball-Drittligist HG Saarlouis unterlag am Samstag im Vorrundenturnier des DHB-Pokals dem Erstliga-Aufsteiger Bergischer HC mit 11:36 (3:17). Ohne vier verletzte Spieler, darunter Stammkräfte wie Rechtsaußen Philipp Leist, Linksaußen Marcel Noll und Rückraum-Neuzugang Ivo Kucharik, war das Team von Trainer Philipp Kessler in Pfullingen von Beginn an hoffnungslos unterlegen.


Nach 15 Minuten führte der Favorit aus dem Bergischen zweistellig – 1:11 aus Saarlouiser Sicht, die Partie war quasi gelaufen. „Über unsere Abwehr braucht man gar nicht reden. Von 17 Gegentoren zur Pause sind elf im Gegenstoß gefallen. Wir haben uns im Angriff immer wieder festgespielt, zu wenige Zweikämpfe gewonnen“, haderte Kessler. Er nahm nach zehn Minuten eine Auszeit, als Saarlouis dem Gegner in drei Minuten fünf schnelle Tore gestattet hatte und der Bundesligist von 3:1 auf 8:1 enteilte.

Die Ausfälle hätten natürlich viel ausgemacht, trotz zwei Ligen Unterschied seien 25 Tore Differenz aber klar zu viel, so Kessler, der angesichts von nur drei HG-Toren in Hälfte eins durch den neuen Letten Toms Lielais und den doppelt erfolgreichen Maximilian Hartz anfügte: „Das ist eindeutig zu wenig. In Halbzeit zwei hat es sich mit acht Toren vorne normalisiert. Wir waren insgesamt aber viel zu harmlos.“



Ob vor dem Drittliga-Start am Samstag bei der TSG Haßloch dennoch Positives aus der Pokalpleite mitzunehmen sei? „Das fällt extrem schwer. Das Wichtigste ist, dass sich kein weiterer Spieler verletzt hat. Und in Hälfte zwei haben wir den Ball besser laufen lassen“, sagte der Saarlouiser Trainer. Der neue Rückraum-Franzose Quentin Abadie war mit drei Toren bester HG-Werfer. Hartz, Peter Walz und Yannik Jungblut erzielten je zwei, Lielais und Lars Walz einen Treffer.