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HF Untere Saar treffen auf einen Gegner, der böse Erinnerungen weckt

HF Untere Saar treffen auf einen Gegner, der böse Erinnerungen weckt

Merzig. "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben." Handball-Trainer Berthold Kreuser mag diesen Spruch, auch wenn er noch so abgedroschen sein mag. Am Samstag aber trifft er voll zu - und der Gegner des Regionalligisten HF Untere Saar weckt wahrlich keine guten Erinnerungen

Merzig. "Man sieht sich immer zwei Mal im Leben." Handball-Trainer Berthold Kreuser mag diesen Spruch, auch wenn er noch so abgedroschen sein mag. Am Samstag aber trifft er voll zu - und der Gegner des Regionalligisten HF Untere Saar weckt wahrlich keine guten Erinnerungen.

Im Juni 2007 waren die Handballfreunde in der kurzfristig angesetzten Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest (Meister und Vizemeister aus Thüringen verzichteten) an der HSG Pohlheim gescheitert. Das Hinspiel in Merzig verloren die Wölfe 24:32, das Rückspiel 25:37.

"Wir sind richtig abgeschlachtet worden", sagt Kreuser rückblickend. "Wir hatten uns drei Wochen intensiv vorbereitet, und die waren zwischendrin sogar noch fünf Tage zur Abschlussfahrt auf Mallorca. Nach den beiden Spielen habe ich ernsthaft an meiner Arbeit gezweifelt, das war nicht ohne", versichert Kreuser. Diese Relegation hat die Handballfreunde lange begleitet. Die unterbrochene Sommerpause behinderte die Regeneration der Spieler, die Vorbereitung auf die neue Runde lief schlecht, auch der Saisonstart war holprig. Erst nach ein paar Wochen fing sich das Team - und schaffte dann ein Jahr später den Aufstieg.

"Wer weiß, wofür das damals gut war", sagt Kreuser vor dem Duell am fünften Spieltag (Samstag, 19.30 Uhr, Thielsparkhalle). Mit 4:4 Punkten ist seine Mannschaft ordentlich gestartet, die Partie gegen Pohlheim (3:5) soll richtungweisend sein - denn in den Wochen danach warten nacheinander die starken Gegner Kassel, Bad Blankenburg, Gensungen, Haßloch, Saarlouis und Kirchzell. Zwei weitere Punkte kämen da gerade recht. "Wir haben ein Heimspiel, und Pohlheim ist ein Gegner auf Augenhöhe", sagt Kreuser. Dass er gewinnen will, versteht sich von selbst.

Die Voraussetzungen könnten allerdings besser sein. Linkshänder Andreas Dörr droht auszufallen. Er hat sich am vergangenen Wochenende in Budenheim (34:30) eine Wadenzerrung zugezogen und konnte bisher nicht trainieren. "Ich hoffe, dass wir es noch hinkriegen", sagt Kreuser, "und wenn nicht, dann haben wir elf weitere Spieler, die spielen und alles dafür tun wollen, dass wir auch ohne Andi gewinnen". Und im Notfall kann er immer noch an die Schmach von vor einem Jahr erinnern. Das sollte motivierend wirken.