Herz und Kopf sagen „Ja“

Herz und Kopf sagen „Ja“

Der Weltmeister-Macher bleibt an Bord: Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorzeitig bis 2020 verlängert. Der 56-Jährige hat noch große Ziele mit der Nationalmannschaft.

Joachim Löws schwarzer Rollkragen-Pullover unter einem grauen Sakko sah nicht unbedingt nach guten Nachrichten aus. Doch als DFB-Präsident Reinhard Grindel am Montag zur großen Lobeshymne auf den Bundestrainer ansetzte, konnte sich auch der 56-Jährige ein Lächeln nicht mehr verkneifen. "Es ist ein guter Tag für den Deutschen Fußball-Bund", sagte Grindel stolz - denn der Weltmeister-Macher bleibt an Bord.

Knapp vier Monate nach dem Halbfinal-Aus bei der EM in Frankreich hat Löw seinen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert.. Er sitzt damit auch bei der historischen EM in vier Jahren in 13 europäischen Ländern auf der Bank. "Kopf und Herz haben gemeinsam Ja gesagt", berichtete der Bundestrainer : "Ich fühle die gleiche Motivation wie zu Beginn meiner Amtszeit."

Für Grindel, der den Löw-Coup noch vor dem DFB-Bundestag morgen und übermorgen in Erfurt unter Dach und Fach brachte, ist "Joachim Löw der beste Trainer, den wir uns für die Nationalmannschaft vorstellen können". Und beide haben große Ziele. "Wir wollen den WM-Titel in Russland verteidigen und 2020, nachdem wir in Frankreich so nah dran waren, versuchen, Europameister zu werden", sagte der DFB-Präsident. Löw wird 2020 mit dann 14 Jahren Amtszeit zu Helmut Schön (1964 bis 1978) aufschließen. Nur Sepp Herberger (1936 bis 1964) war bislang länger im Amt.

Grindel betonte, dass "im Umfeld der Nationalmannschaft Vertrauen und Planungssicherheit herrschen muss". Die Erfahrung habe gezeigt, "dass es nicht gut ist, ohne vertragliche Grundlage, Perspektive und ein Bekenntnis zum Trainer in ein WM-Turnier zu gehen", sagte Grindel. Die Verträge von Teammanager Oliver Bierhoff und Löw-Assistent Marcus Sorg laufen bereits bist 2020, Torwarttrainer Andreas Köpke und Co-Trainer Thomas Schneider sollen in Kürze verlängern.

Was danach kommt, ließ Löw offen. "Das ist ein bisschen weit voraus geschaut", sagte der Bundestrainer , der immer mal wieder von europäischen Spitzenclubs umworben wird. Es sei "nicht unvorstellbar", dass er irgendwann noch mal als Vereinstrainer arbeite, sagte Löw.

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