Hertha im Schockzustand, aber Treueschwüre für Favre

Berlin. Der Vorstand schwört Treue, doch für Trainer Lucien Favre (Foto: dpa) wird es bei Hertha BSC ungemütlich. "Wir sind alle schuld, auch ich", sagte Favre, nachdem Berlin mit dem 0:4 gegen den SC Freiburg an diesem Sonntagabend auf den letzten Platz der Fußball-Bundesliga abgerutscht war. Ohne Mumm und Plan - der Vorjahresvierte ist ein Schatten seiner selbst

Berlin. Der Vorstand schwört Treue, doch für Trainer Lucien Favre (Foto: dpa) wird es bei Hertha BSC ungemütlich. "Wir sind alle schuld, auch ich", sagte Favre, nachdem Berlin mit dem 0:4 gegen den SC Freiburg an diesem Sonntagabend auf den letzten Platz der Fußball-Bundesliga abgerutscht war. Ohne Mumm und Plan - der Vorjahresvierte ist ein Schatten seiner selbst. Aber trotz fünf Niederlagen in Serie zwingt sich der klamme Club zur Ruhe. "Favre ist der richtige Trainer für Hertha BSC, und er bleibt es auch", erklärte Sportgeschäftsführer Michael Preetz gestern nach einer Krisensitzung mit dem schweizer Trainer und der Mannschaft.

Bei den Spielern hat der peinliche Auftritt gegen Freiburg Spuren hinterlassen. "Das war das allerschlimmste Spiel für mich", sagte Kapitän Arne Friedrich. "Wir stecken bis zum Hals drin. Jetzt müssen wir uns mal die Meinung sagen. Es wird schwer und wir haben nicht viel Zeit", erklärte Pal Dardai vor dem morgigen DFB-Pokalspiel bei Zweitligist 1860 München (19 Uhr). Doch die Routiniers fallen als Vorbilder derzeit ebenso aus wie der in der Vorsaison bärenstarke Cicero. Und Leistungsträger wie Gojko Kacar und Jaroslav Drobny sind verletzt und nicht zu ersetzen - auch weil die von Favre und Preetz ausgesuchten Neuzugänge wie Artur Wichniarek nur Mitläufer sind.

"Uns fehlt die Qualität", hatte Friedrich schon vorm Freiburg-Spiel gewarnt - die erzwungene Schrumpfkur mit dem Abschied der Charakterköpfe Andrej Woronin, Josip Simunic und Marko Pantelic rächt sich. Doch Hertha-Präsident Werner Gegenbauer hält zu Favre und Preetz: "Sie haben meine Rückendeckung." dpa

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