Hertha bekämpft erfolgreich die „Teufel“

Fußball-Oberliga : Hertha bekämpft erfolgreich die „Teufel“

Die Entstehung des vorentscheidenden Treffers im Fußball-Oberliga-Spiel zwischen dem FC Hertha Wiesbach und dem 1. FC Kaiserslautern II am Samstag hatte Symbolcharakter: Nico Wiltz luchste in der 54. Minute 30 Meter vor dem gegnerischen Tor mit jeder Menge Einsatz seinem Gegenspieler den Ball ab.

Der 19-Jährige passte daraufhin an die Strafraumgrenze zu Ruddy M’Passi und lief im Vollsprint Richtung Gehäuse. M’Passi legte den Ball mit der Hacke in den Lauf von Wiltz. Der Offensivspieler stand frei vor der Hütte und beförderte den Ball zum 2:0 ins Netz.

Kampf, Wille und Leidenschaft waren die Eigenschaften, die die Hertha beim Überraschungssieg vor 250 Zuschauern gegen die Reserve der „Roten Teufel“ auszeichneten. Entsprechend war auch Trainer Michael Petry mit dem Engagement seiner Mannschaft zufrieden. „Seit dem 2:1-Sieg gegen Worms wissen die Jungs, was sie investieren müssen, um in der Oberliga erfolgreich zu sein“, bilanzierte der 43-Jährige zufrieden. Das 2:1 gegen den favorisierten Regionalligaabsteiger Worms vor ziemlich exakt vier Wochen war so etwas wie die Initialzündung für starke Wochen der Gelb-Schwarzen. Inklusive dieser Partie holte Wiesbach 13 Punkte aus den letzten sechs Begegnungen. In der Tabelle liegen die Gelb-Schwarzen nun auf Platz elf. Allerdings ist der Rückstand zu den weiter vorne platzierten Teams nur noch gering.

Vor dem vorentscheidenden Treffer von Wiltz war Wiesbach in der elften Minute in Führung gegangen. Lukas Feka traf nach einer Ecke von Hendrik Schmidt zum 1:0. Bei dieser Standardsituation nicht mit vorne dabei war Kapitän Sebastian Lück. Das war aber auch kein Wunder, denn der kopfballstarke Defensiv-Akteur stand nicht auf dem Feld, sondern saß mit einem Muskelfaserriss auf der Tribüne. Nicht einsatzfähig war auch Neuzugang Christian Schubert. Der Außenverteidiger hatte nach auskurierter Schambein-Entzündung gehofft, gegen den FCK II endlich seine Heimpremiere im Hertha-Dress feiern zu können (wir berichteten). Doch daraus wurde nichts: Der 22-Jährige musste kurz vor der Partie wegen einer Mandelentzündung passen. Nach der zwischenzeitlichen 2:0-Führung der Hertha war die Messe allerdings noch nicht gelesen. Denn der beherzte Auftritt der Hausherren war intensiv – und dies machte sich in der Schlussphase bemerkbar. Da erhöhten die Gäste den Druck noch einmal deutlich.

In der 73. Minute fischte Hertha-Torwart Philipp Luck noch einen Schuss von Anil Gözütök aus dem Winkel. Zehn Minuten später konnte der Schlussmann den Anschlusstreffer der „Roten Teufel“ aber nicht mehr verhindern. Mohamed Morabet verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:2 aus Gäste-Sicht. Kurz danach hatte Wiesbach Riesenglück, als ein Schuss von Anas Bakhat an den Innenpfosten klatschte. Lautern beendete die Partie zu Zehnt: Sekunden vor dem Schlusspfiff sah Flavius Botiseru wegen Meckerns Gelb-Rot.

Bei der Hertha wurde übrigens bereits vor dem Sieg gegen Kaiserslautern II gefeiert – und zwar das Richtfest am rund 550 000 Euro teuren neuen Funktionsgebäude des Clubs. Bis Ende des nächsten Jahres soll alles fertig sein“, berichtete Präsident Helmut Berg. „Der Bau des Funktionsgebäudes ist ein Riesenprojekt für die Zukunft unseres Vereins, gerade für die Jugend. Bei uns spielen momentan 250 Leute Fußball. Das alte Clubheim platzt deshalb aus allen Nähten. Ohne das neue Funktionsgebäude würde es gar nicht mehr gehen“, ergänzte der Präsident.

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