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Herrmann mischt weiter oben mit

Toblach. Deutschlands neue Vorzeigelangläuferin Denise Herrmann mischt bei der Tour de Ski weiter in der Weltelite mit. In der Verfolgung über 15 Kilometer im freien Stil auf der vierten Etappe von Cortina d'Ampezzo nach Toblach belegte die von Platz vier ins Rennen gegangene Herrmann (Oberwiesenthal) nach einer couragierten Leistung einen starken sechsten Rang

Toblach. Deutschlands neue Vorzeigelangläuferin Denise Herrmann mischt bei der Tour de Ski weiter in der Weltelite mit. In der Verfolgung über 15 Kilometer im freien Stil auf der vierten Etappe von Cortina d'Ampezzo nach Toblach belegte die von Platz vier ins Rennen gegangene Herrmann (Oberwiesenthal) nach einer couragierten Leistung einen starken sechsten Rang. Der Sieg ging an Titelverteidigerin Justyna Kowalczyk aus Polen. "Denise hat sich hervorragend verkauft. Ich denke, das wird für sie eine Riesen-Herausforderung in den nächsten Tagen Richtung Gesamttour", sagte Bundestrainer Frank Ullrich.Bei besten äußeren Bedingungen bewies Herrmann ihre Kämpferqualitäten und hielt sich trotz eines kurzen Zwischentiefs sowie des verlorenen Zielsprints gegen die Finnin Anne Kyllönen schadlos.



Neben Herrmann hat auch Katrin Zeller (Oberstdorf) noch Chancen auf eine Top-10-Platzierung am Ende der Tour. Dank der besten Zeit des Tages verbesserte sie sich um sieben Positionen auf Rang 13. "Ich habe vom ersten Meter an Gas gegeben; ich habe dann auch in den Beinen gemerkt, dass es wehtut", sagte die Gesamtsechste des Vorjahres. An der Spitze hielt Kowalczyk, die ihren vierten Tour-Sieg in Serie anstrebt, Charlotte Kalla (Schweden) und Therese Johaug (Norwegen) in Schach.

Bei den Männern präsentierte sich auf der Jubiläumsetappe - es stand die 50. Etappe bei einer Tour de Ski auf dem Programm - Routinier Tobias Angerer in verbesserter Form. Der Tour-Sieger von 2007 lief von Startplatz 30 auf 13 und ist jetzt mit Rang 13 bester Deutscher im Gesamtklassement. Von Platz fünf trennen ihn nun gerade einmal 22,3 Sekunden. Den Etappensieg feierte der zweimalige Olympiasieger Petter Northug (Norwegen) vor Alexander Legkow (Russland) und Titelverteidiger Dario Cologna (Schweiz).

Tobias Angerer verpasste über 35 Kilometer aus einer großen Verfolgergruppe heraus nur knapp eine Platzierung unter den besten Zehn. "Mit so einem Wahnsinnsski unter den Füßen musste es einfach nach vorn gehen", sagte der 35 Jahre alte Vachendorfer, der die zweitbeste Zeit des Tages fuhr. Jens Filbrich (Frankenhain), der als einer von sieben Startern an allen 50 Etappen der Tour teilgenommen hat, landete eine Sekunde hinter Angerer auf Rang 18.

Auf der fünften Etappe der Tour de Ski steht heute in Toblach für die Frauen (11.15 Uhr) ein Rennen über drei und für die Männer (12.30 Uhr/ARD live) über fünf Kilometer im klassischen Stil an. sid/dpa