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Hero lässt Hasborn jubeln

Hero lässt Hasborn jubeln

Hasborn. Freitagabend, 20.36 Uhr im Hasborner Waldstadion: Hasborns Schlussmann Jörg Henkes, der bis dahin richtig gut gehalten hatte, kann einen Freistoß von Elversbergs Sammer Mozain nur abklatschen. "Auf diesem nassen Platz war es nicht möglich, den Ball festzuhalten", so der Schlussmann. Saarbrückens Gregory Strohmann staubt aus kurzer Distanz zum 2:1 für den 1

Hasborn. Freitagabend, 20.36 Uhr im Hasborner Waldstadion: Hasborns Schlussmann Jörg Henkes, der bis dahin richtig gut gehalten hatte, kann einen Freistoß von Elversbergs Sammer Mozain nur abklatschen. "Auf diesem nassen Platz war es nicht möglich, den Ball festzuhalten", so der Schlussmann. Saarbrückens Gregory Strohmann staubt aus kurzer Distanz zum 2:1 für den 1. FC Saarbrücken ab (82. Minute).

Lähmendes Entsetzen und enttäuschte Blicke bei den Hasborner Anhängern unter den 3000 Zuschauern im Waldstadion. Sollten die Rot-Weißen für einen aufopferungsvollen Kampf doch unbelohnt bleiben? Die Zuversicht schwindet. Doch nur zwei Minuten später huscht ein Lächeln über die regennassen Gesichter. Der Hasborner Kampfgeist wird doch noch belohnt!

Im Gefühl des sicheren Sieges vernachlässigen die Saarbrücker die Defensive. Hasborn startet mit dem Mute der Verzweiflung einen letzten Angriff: Jörg Feid setzt sich über rechts durch, legt in die Mitte zu Jan Stutz, der spielt weiter auf links zum eingewechselten Christian Hero und der tunnelt FCS-Schlussmann Enver Marina zum 2:2-Endstand. "Ich habe auch nach dem Rückstand noch an einen Punktgewinn geglaubt. Schließlich gelang uns ja etwas Ähnliches auch im Saarlandpokalfinale 2007 gegen Homburg", freut sich Hasborns Kapitän Manuel Schirra. Damals holte Hasborn trotz schwindender Kräfte gegen den favorisierten FCH einen Rückstand auf und siegte am Ende noch mit 7:4 im Elfmeterschießen.

"Saarbrücken war uns spielerisch klar überlegen, von daher müssen wir von einem glücklichen Punktgewinn reden. Aber aufgrund unserer kämpferischen Einstellung hat sich die Mannschaft diesen Zähler verdient", analysiert ein zufriedener Hasborner Trainer Gerd Warken. Sein Saarbrücker Trainerkollege Dieter Ferner ist dagegen restlos bedient: "Wir führen 2:1 und laufen dann in einen Konter..."

Vor den beiden Toren in der turbulenten Schlussphase hatten die Zuschauer eine Begegnung gesehen, in der Hasborn sehr beherzt agierte und in der ersten halben Stunde keine Saarbrücker Chance zuließ. Und selbst mit 2:0 hätte führen müssen. In der 16. Minute passte Manuel Schirra auf rechts zu Jan Stutz. Der setzte sich durch, passte in die Mitte, und dort grätschte Jörg Feid den Ball zum 1:0 über die Linie. Zehn Minuten später hatten die Rot-Weißen die Riesenchance zum 2:0. Doch Enver Marina im Saarbrücker Tor parierte einen gar nicht einmal schlecht geschossenen Handelfmeter von André Dewes. "Ich hätte das Spiel gerne einmal gesehen, wenn wir hier 2:0 führen", trauerte Gerd Warken dieser Chance hinterher. Auf der Gegenseite hatte Hasborn Glück, dass Saabrücken nach etwas mehr als einer halben Stunde nicht auch ein Elfer zugesprochen wurde. Pascal Petry legte Nico Weißmann, die Pfeife von Schiri Kreutz blieb aber stumm. In der zweiten Hälfte drehten dann die nun immer überlegener werdenden Saarbrücker die Partie und gingen 2:1 in Führung. Aber es kam ja noch Hasborns unbändiger Kampfgeist und der 2:2-Ausgleich. Die Kirmes war gerettet!